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Immobilienpreise und Marktberichte

Frankreich
Capital.fr vom 9.6.2017
Immobilier: Le prix décollent à Annecy, Lyon, Grenoble ou Saint-Etienne
km. Gute Zusammenfassung bzgl. Der Preisentwicklung in den größeren Städten Ostfrankreichs. Annecy hat beispielsweise seit zwei Jahren eine sehr gute Marktentwicklung zu vermelden. Insbesondere gut isolierte und sanierte Objekte sind beliebt. Mittlerweile sei nach dem Preiseinbruch nach der Finanzkrise 2007 nun endlich
das Preisniveau von 2005 wieder erreicht. Durchschnittlicher Preis pro Quadratmeter: 2 100–7 500 Euro (auch der Lage geschuldet: je näher am See, desto teurer). Auch in Chambery sind die Käufer seit diesem Winter wieder mehr geworden, sodass sogar „Ladenhüter“ verkauft werden konnten. Als Quadratmeterpreis werden hier 1 700–3 300 Euro.
Lyon profitiert generell von der Beliebtheit der Stadt. Zwar würden Immobilien nicht innerhalb einer Woche verkauft sein, so Franck Vitali von Century 21, es seien aber nicht mehr als 100 Tage.

Frankreich
Immobilier.lefigaro.fr vom 9.6.2017
Comment racheter la maison familiale à ses frères et soeurs?
km. Sterben die Eltern und hinterlassen den Kindern die Immobilie, sind die Kinder in Erbengemeinschaft (l’indivision). Das kann Ärger bedeuten, muss aber nicht. Die Kinder können einvernehmlich vor einem Notar die „partage“ beschließen, in der einer der Kinder die anderen auszahlt und deren Anteile übernimmt. Die „partage“ kommt ohne Gutachten aus, ohne Vorvertrag und Rücktrittsrecht. Das übernehmende Kind ist also weniger geschützt als ein Käufer. Der Artikel schildert Vor- und Nachteile und Vorgehensweise bei dieser Übertragungsart.

Spanien
El Mundo vom 8. Juni 2017
El precio de la vivienda sigue acelerando: 5,3 %
ps. Der Preisindex zeigt für das erste Quartal 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal einen bemerkenswerten Preisanstieg, und zwar gesamtspanisch 5,3 % wie in der Artikelüberschrift erwähnt. Dieser Prozentsatz und die weiter unten erwähnten Zahlen stammen vom Wohnungs-Preisindex des spanischen Statistikamtes – Índice del Precio de la Vivienda (IPV) del Instituto Nacional de Estadística (INE).
Im Artikel findet sich der Satz „La vivienda continúa ganando valor día tras día“ – „die Wohnung gewinnt Tag für Tag an Wert“, was aber eher zu euphorisch klingt. Einen Wertzuwachs wie den oben zitierten habe es seit den Tagen des Booms nicht mehr gegeben.

Spanien
TINSA online im Juni 2017
Publicación del Informe Vivienda en Costa 2017
ps. Die TINSA – Tinsa Tasaciones Inmobiliarias – hat sich in einem Bericht mit dem Wohnungsmarkt an der Küste befasst. Als Gesellschaft für Immobilienbewertungen hat sie Zugriff auf viel Datenmaterial. Die Küstenzonen mit der fortgeschrittensten Erholung der Preise finden sich laut Mitteilung auf den Kanaren, Mallorca, Ibiza, südlich von Alicante, östlich von Málaga, an der Costa Dorada und der Küstenbereich zwischen Tarif und Coil. Gemäß dem Bericht registrierten Antigua (+26,1 %), Gala (+17,8 %) y Monaci (+17,3 %) den größten Anstieg im Jahresvergleich. Es gab aber auch Preisrückgänge – descensos – auf Grundlage der provisorischen Statistik in Mazarrón (–12,8 %), Orihuela (–11,8 %) y Vejer de la Frontera (–11,3 %). Die Zahl der Käufe steigerte sich um 14,6 % gemäß Information des Entwicklungsministeriums. Die Preisentwicklung bzw. der Rückgang der Preise für Wohnungen zwischen 2008 und 2013 stellt sich gemäß Artikel wie folgt dar: 1,5 % in 2008, 6,7 % in 2009, 2 % in 2010, 7,4 % in 2011, 13,7 % in 2012 und 10,6 % in 2013.

Italien
Ilsole24ore online vom 1.6.2017
La seconda casa costa il doppio della prima
ps. Für Mitglieder der DSA ist die Feststellung, dass der Zweitwohnsitz sehr viel teurer kommt als ein Hauptwohnsitz nicht neu. Plakativ spricht die Überschrift von doppelten Kosten. Diese sehr viel höheren Kosten sind der Grund dafür, dass sich manche Käufer dazu verleiten lassen, beim Kauf zu erklären, dass sie die Immobilie als Hauptwohnsitz erwerben wollen, obwohl dies nicht zutrifft.
Das mag gutgehen, zu empfehlen ist diese Vorgehensweise nicht. Wenn sich eine Behörde vornimmt, dies mal zu überprüfen, sind die Sünder schnell überführt. Man nimmt eine Liste der ausländischen Eigentümer. Diese Eigentümer sind eher seltener da, ist dann der Stromverbrauch entsprechend niedrig, ebenso der Wasserverbrauch, und die Rollläden unten, ist die Angelegenheit aufgeklärt. Will man dann bei einer Nachfrage der Behörde erklären, man sei gerade am Umziehen und es handele sich nur um eine Verzögerung?
Auch die laufenden Kosten sind höher, wiederum bei Steuern und Abgaben (IMU-Tasi), eventuell auch bei Verträgen mit Versorgungsunternehmen. Allein bei der IMU-Tasi wird im Artikel von einem jährlichen Unterschied von 800 Euro bei einem Promillesatz von 10,6 zu Lasten der seconda casa ausgegangen. Wer es noch genauer wissen will, dem ist die Lektüre des Artikels zu empfehlen. Ändern lässt sich daran aber nichts, höchstens durch einen Verkauf.

Italien
Ilsole24ore online vom 15.5.2017
Casa, aumentano le compravendite. Nel 2016 balzo del 18,9 %
ps. Die Verkäufe von Immobilien sind im Jahr 2016 um 18,9 % angestiegen. Dies ergibt sich aus dem Rapporto Immobiliare der Agenzia Entrate. Damit ist die Zahl der Verkäufe zum dritten Mal nach 2015 (3,5 %) und 2014 (6,5 %) angestiegen. Die andere Seite der Medaille ist aber, dass ein merklicher Anstieg der Preise weiter auf sich warten lässt. Das mag auch der Grund sein, dass die Zahlen der Verkäufe in den Vordergrund gerückt werden.
Immerhin wird aber in diesem Report von einem „inequivocabile segnale di ripresa“ gesprochen, von einem unverkennbaren Anzeichen für eine Erholung. Da sich, circa zehn Jahre nach Beginn der Finanz- und Immobilienkrise, die Immobilienpreise stabilisiert haben und sich die Zahl der Verkäufe im dritten Jahr nacheinander erhöht hat, ist sicherlich das Schlimmste überstanden. Allerdings sind die volkswirtschaftlichen Verhältnisse in Italien immer noch prekär, von dieser Seite fehlt noch die Unterstützung für einen prosperierenden Immobilienmarkt. Außerdem ist die Zahl der Immobilientransaktionen trotz des Anstiegs immer noch niedriger als vor der Krise.

Spanien
El País vom 5. April 2017
La vivienda usada cae un 2,2 % en el primer trimestre de 2017, según Idealista
ps. 2,2 % sind die Preise für Bestandswohnungen im 1. Quartal 2017 gefallen, vermeldet El País mit Bezug auf Idealista, einem sehr großen spanischen Immobilienportal. Im Jahresvergleich seien es 2,5 %. Nur Aragonien und die Inseln hätten Preisanstiege zu verzeichnen. Eigentlich waren die Erwartungen für das Jahr 2017 sehr positiv, siehe die Artikel in der letzten Ausgabe. Der für die Studie zuständige Idealista-Chef wird damit zitiert, dass seine Untersuchung im Gegensatz zu anderen Berichten immer noch Preisabschläge anzeigt – el informe de idealista aún registra bajadas a nivel. Das würde an den unterschiedlichen Methoden liegen. Idealista berücksichtigt nicht nur Verkäufe, sondern auch Verkaufsangebote. Er weist auch auf einen Markt mit zwei Geschwindigkeiten hin. Dies ist sicherlich eine sehr einfache aber auch wichtige Feststellung für Käufer und Verkäufer. Die Preise entwickeln sich in den Regionen unterschiedlich, letztendlich zählt aber der Preis für ein konkretes Objekt, das gekauft oder verkauft werden soll. Da sind Durchschnittspreise nur sehr grobe Anhaltspunkte. Gemäß Idealista verlangen Eigentümer auf den Balearen 4,4 % mehr, gefolgt von Aragonien mit 0,5 % und den Kanarischen Inseln mit 0,1 % Anstieg. Im Gegensatz dazu fielen die Preise am stärksten in Navarra um 3,4 %, in Asturien um 3 % und Kastilien-LaMancha um 2,5 %. Nimmt man einzelne Städte, so liegt gemäß Idealista Barcelona mit einem Preisanstieg von 6,3 % an erster Stelle, gefolgt von Palma de Mallorca mit 4,8 %.

Italien
Ilsole24ore online vom 4. April 2017
I prezzi delle case tornano in positivo dal 2011: +0,1 % a fine 2016 su base annua
ps. Das italienische Statistikamt ISTAT wird zitiert, um die frohe Botschaft zu verkünden, dass nämlich die Preise im letzten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,1 % gestiegen seien. Es muss aber offen bleiben, ob es sich tatsächlich um eine Trendwende handelt oder nur um eine vorübergehende Aufhellung des Immobilienmarktes, siehe dazu weiter unten die Zahlen von Idealista. Jedenfalls handelt es sich um die erste Preissteigerung seit 2011, wie in der Artikelüberschrift erwähnt ist. ISTAT (http://www.istat.it/it/) spricht von „della prima variazione positiva su base annua, dal quarto trimestre 2011“. Der italienische Preisindex nennt sich Indice dei prezzi delle abitazioni (IPAB). Durchschnittlich sind die Preise in 2016 im Vergleich zu 2015 aber laut ISTAT um 0,7 % gefallen, wobei der Rückgang bei neuen Objekten 0,9 % betrug und bei gebrauchten 0,6 %. Sehr positiv wird gewertet, dass die Zahl der Verkäufe in 2016 um 18,9 % gestiegen ist.

Frankreich
Lemonde.com vom 29.3.2017
Le marché immobilier montre des d’emballement
km. Auch die Zeitung Le Monde deutet die Zeichen der Marktentwicklung positiv, spricht jedoch von „emballement“, einer vorschnellen Begeisterung. Die bevorstehende Zinserhöhung hätte viele Käufer dazu bewogen, recht schnell und kurzfristig eine Immobilie zu erwerben. Auch seien mittlerweile viele „primo accendants“ dabei, Käufer also, die die erste Immobilie ihres Lebens erwerben und keine andere dafür verkaufen. Immobilienmakler stellten bereits fest, dass mehr Nachfrage als Angebot herrscht.
Im europäischen Vergleich stelle sich Frankreich als teuer dar: Franzosen würden 8 Einkommensjahre benötigen, um eine Immobilie zu bezahlen, die Engländer 11, die Deutschen dagegen nur 3,3.

Frankreich
leparisien.fr vom 28.3.2017
Toujours beaucoup de ventes das l’immobilier ancien
km. Der Markt von Altimmobilien lief im ersten Trimester 2017 sehr gut. Begründet wird dies mit den weiterhin niedrigen Zinsen. Bisher wurde in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen auch nicht mit dem Verkauf bzw. Kauf abgewartet, sondern davon unabhängig agiert. Von Januar bis März 2017 ist der Verkaufsindex um weitere 15,4 % in Frankreich gewachsen, so die Makleragenturen der Gruppe Nexity. Auffällig ist die Steigerung in Paris selbst (+17 %), aber auch in Restfrankreich (+15,5 %). Die Preise sind um etwa 2,1 % gestiegen.

Frankreich
Immonot.com vom 22.3.2017
Un optimisme mesuré!
km. Auf der Servicewebsite der Notare wird unter „Tendance du marché“ Optimismus verbreitet. Aufgrund Umfragen bei Notaren und Maklern wird im Jahr 2017 in Bezug auf Transaktionen eine weitere Steigerung vorhergesagt. Die Preise würden zwar nur langsam anziehen, in der Preisentwicklung sei aber deutlich seit Dezember 2014 ein Preisanstieg zu verzeichnen. In Frankreich und in Europa generell sei eine gute wirtschaftliche
Entwicklung zu sehen, sodass die Notare „assez confiants“, also recht zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Spanien
El País vom 8. März 2017
El precio de la vivienda sube un 4,7 % en 2016, el mayor repunte desde 2007
ps. Mit Bezug auf Zahlen des Spanischen Statistikamtes INE – Instituto Nacional de Estadística – wird festgestellt, dass die Wohnungspreise im Jahr 2016 um 4,7 % angestiegen seien, der größte Anstieg seit 2007. Objekte aus zweiter Hand seien 4,4 % teurer geworden, neue Objekte 6,5 %. Dies sei schon der dritte Preisanstieg innerhalb der letzten drei Jahre und der größte seit 2007 – el mayor repunte desde 2007. Den höchsten Preisanstieg hatte die Comunidad de Madrid mit 8,6 % zu verzeichnen, gefolgt von Katalonien mit 7 % und den Balearen mit 6,2 %. Immer wieder wird in Artikeln über Immobilienpreise Bezug genommen auf die Preise des Jahres 2007 oder 2008, als die Immobilienblase – la burbuja – platzte. Laut Bauministerium – Ministerio de Fomento – habe der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Jahr 2016 1.512 Euro betragen, 28 % niedriger als Anfang 2008. Nimmt man den Wohnungsindex des Statistikamtes als Maßstab, betrug der Rückgang 35 %, laut der Bewertungsgesellschaft TINSA sogar 40,8 %. Wer hat Recht? Jedenfalls zeigt sich aufgrund der großen Unterschiede, dass man diese Zahlen mit Vorsicht verwenden sollte.

Italien
Ilsole24ore online vom 24.2.2017
Idealista, prezzi delle case stabili a gennaio 2017
ps. Das Immobilienportal Idealista wird zitiert mit der Bemerkung, dass sich die Preise für Häuser aus zweiter Hand – case di seconda mano –im Januar 2017 mit einem sehr geringen Rückgang von 0,1 % stabilisiert haben.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis betrage 1 895 Euro. Genau genommen ist dies aber nur eine Momentaufnahme und für konkrete Einzelfälle nicht aussagekräftig. Wie immer gebe es Unterschiede zwischen den großen Zentren und den Provinzen und Regionen. Die Provinz Belluno hatte über 10 % Preisrückgang.Bei den Regionen gab es auch größere Unterschiede. Fünf Regionen hatten sogar einen Zuwachs, nämlich Ligurien mit 2,4 %, gefolgt von Umbrien (1,9 %) und Molise (1,6 %). „Prezzi congelati“ gab es in Sardinien, im Veneto und in der Toskana, in anderen Regionen wie Valle d’Aosta (–3,2 %), Basilicata (–2,9 %) und Kalabrien (–1,6 %) gab es im Januar Preisrückgänge. Im Jahr 2016 habe es dagegen einen Preisrückgang von insgesamt 4,3 % gegeben.

Frankreich
Lavieimmo.com vom 3.2.2017
Perspectives 2017 du marché immobilier
km. La vie immo zeigt ein Video des Senders BFM Business mit Nicolas Pécourt, directeur de la communication du Crédit Foncier, über die Aussichten auf dem Immobiliensektor. Noch optimistisch, gestärkt durch die Zahlen aus 2016, aber kritisch in Bezug auf das steigende Zinsniveau und die politische Lage.

Frankreich
Capital.fr vom 31.1.2017
Résidences secondaires: Paris majore sa taxe, qui des autres grandes villes?
km. Der Artikel berichtet über die Steuererhöhung in Paris in Bezug auf Zweit-Immobilien und nimmt Bezug (mit Liste) auf andere Großstädte mit ähnlichem Hintergrund. Insbesondere Nantes, Toulouse und Montpellier sähen diese Erhöhung jedoch nicht vor.

Italien
Ilsole24ore online vom 19.1.2017
Eurostat: i prezzi delle case crescono ovunque tranne che in Italia. Confedilizia: troppe Tasse
ps. In vielen Artikeln der italienischen Medien wird auf den Bericht von Eurostat über die Immobilienpreisentwicklung innerhalb der EU Bezug genommen. Nur in Italien steigen die Immobilienpreise nicht, wird Eurostat in der Überschrift zitiert. Gleichzeitig wird Confedilizia zitiert mit der Bemerkung, dass die Steuern zu hoch seien – troppe tasse. Deren Präsident Testa stellt fest: “Eurostat bescheinigt Italien das einzige Land zu sein, in dem der Immobilienmarkt in der Krise ist” – „è l’unico Paese europeo in cui il mercato immobiliare è in crisi”. Allerdings wird man positiverweise anmerken können, dass es keine größeren Preisrückgänge in 2017 geben dürfte. Von Preissteigerungen wie auf dem deutschen Wohnungsmarkt bleibt aber der italienische weit entfernt.

Italien
edilportale.com vom 16.1.2017
Costruzioni, Ance: il 2017 sarà l’anno della ripresa
ps. Die nationale Vereinigung der italienischen Bauindustrie – Associazione nazionale costruttori edili (ANCE) – hält nach einer langen Krise – una lunga crisi – eine Erholung – ripresa – in der Baubranche im neuen Jahr für möglich – scenario possibile.
2016 sei ein Jahr der verpassten Chancen gewesen. Nun hofft der Verband auf Infrastrukturmaßnahmen und den Steuerbonus auf Instandhaltung, erdbebensichere Verbesserungen und energetische Sanierung – investimenti infrastrutturali e i bonus fiscali per ristrutturazioni, antisismica e riqualificazione energetica. Im Konjunkturausblick der Ance ist von der schwersten Baukrise seit dem zweiten Weltkrieg die Rede. Der Verband schöpft aus dem Anstieg der Zahl von Immobilientransaktionen seine Hoffnung. Andere positive Faktoren gibt es wohl nicht, wird man anfügen müssen.

Spanien
Expansión online vom 13.1.2017
Sociedad de Tasación prevé que el precio de la vivienda crezca un 3% en 2017
ps. Die Sociedad de Tasación, eine Bewertungsgesellschaft, wird zitiert mit den Worten, dass sie für 2017 einen Preiszuwachs im Durchschnitt von 3 % voraussieht. Allerdings falle der Zuwachs weniger stark aus als in 2016. Madrid und Barcelona bleiben wie schon 2016 an der Spitze. Auch bei den Mieten geht es nach oben. Begründet wird der erwartete Preisanstieg mit volkswirtschaftlichen Aspekten, mehr Konsumbereitschaft, mehr Lohn, höherem Wachstum, niedrigen Zinsen und einer Erholung des Industriesektors.

Spanien
El Mundo online vom 13.1.2017
La vivienda se estabilizará en 2017
ps. Der Artikel befasst sich mit Prognosen von Fachleuten für das Jahr 2017. Laut Überschrift wird sich der Wohnungsmarkt stabilisieren. Der Immobilienmarkt kehre laut Experten endlich zu normalen Verhältnissen zurück. Die Preise würden bis zu drei Prozent steigen, meint wohl die große Mehrheit der Experten. Als positiv für den Immobilienmarkt werden die weiterhin niedrigen Zinsen und die Bankenkonsolidierung eingeschätzt. Es werden aber auch – sicherlich sehr gewagte – Prognosen für einen Preisanstieg um mehr als zehn Prozent zitiert.
Man wird anmerken können, dass für manche sehr optimistische Prognose einfach der Wunsch nach Preissteigerungen der Vater dieser Prognosen ist, aber die volkswirtschaftlichen Verhältnisse diesen Optimismus aber nicht untermauern können. Eine negative Prognose für den Immobilienmarkt mit fallenden Preisen findet sich in diesem Artikel nicht.

Spanien
El Mundo online vom 7.12.2016
El precio de la vivienda sube un 4% y encadena ya 10 trimestres al alza
ps. Der Preis für eine Wohnung steigt um 4 %, der Anstieg dauert schon seit 10 Quartalen an. Allerdings sind diese 4 % auf das III. Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal bezogen. Die Zahlen ergeben sich aus dem Wohnungspreis-Index des Nationalen Statistikamtes – Índice de Precios de Vivienda (IPV) del Instituto Nacional de Estadística (INE). Die größten Anstiege im Quartalsvergleich haben Madrid mit 7,8 %, Katalonien mit 6,6, % und die Balearen mit 0,7 % zu verzeichnen.
Aufs ganze Jahr bezogen wird man aber generell von sehr viel weniger Preisanstieg ausgehen müssen, wenn man andere Veröffentlichungen beizieht.

Spanien
elEconomista online vom 5.12.2016
Vivienda. el precio de los pisos repunta un 0,2% en noviembre, según tinsa
ps. In diesem Artikel werden die Aussagen von TINSA, einer Gesellschaft für Immobilienbewertungen, erläutert. Danach sind die Preise im November im Vergleich zum Vorjahresmonat gemäß dem TINSA-Index IMIE General y Grandes Mercados für neue und gebrauchte Wohnungen um durchschnittlich 0,2 % gestiegen. Bis zu 1,5 % stiegen die Preise nur in den großen Städten und an der Mittelmeerküste.
Im Rest der Städte gab es sogar ein Rückgang von 1,2 %, in städtischen Großräumen – Áreas Metropolitanas – um 0,4 % und auf den Balearen und Kanaren um 0,6 %.
Im Vergleich zu 2007 am Höhepunkt des Booms fiel der durchschnittliche Quadratmeterpreis um 41,2 %, an der Costa mediterránea sogar um 48,2 % und in den Hauptstädten und Großstädten – Capitales y grandes ciudades – um 44 %. Nur auf die Balearen und Kanaren bezogen gingen die Preise gemäß TINSA um 30,5 % zurück und bezogen nur auf die restlichen Städte um 37,5 %.
Der Preisanstieg in den Hauptstädten wie Barcelona, Madrid oder Málaga habe sich nach dem Preisanstieg in 2016 gemäßigt. Dieser Anstieg in 2016 habe den Grund in der Attraktivität der Vermietung bei niedrigen Kreditzinsen gehabt.

Frankreich
lemonde.fr vom 24.11.2016
Le prix des logements anciens progressent dans des volumes record
km. Es war mittlerweile vorauszusehen, dass die Preise endlich wieder steigen. Auch die Anzahl der Immobilienkaufverträge bei Altimmobilien sei gem. Notarregister (indice Notaires-Insee) auf ein Rekordniveau gestiegen. In Paris beträgt die Preissteigerung 3,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Italien
La Repubblica vom 23.11.2016
Gli italiani tornano a comprare casa. Ma i prezzi non salgono
ps. Der Artikel beruft sich auf den Marktbericht mit Prognosen von Nomisma – L’Osservatorio immobiliare di Nomisma. Erwartet werden mehr Käufe und stagnierende Preise, insbesondere in Rom, Genua und im Süden. Diese Tendenz könne in den kommenden Jahren anhalten. Die Preise könnten noch zwischen 1,1 % und 0,6 % fallen, immerhin mit weniger Kraft: „… i prezzi continuano a scendere, sia pure con meno vigore”. Mieten könnten im Durchschnitt zwischen 1,6 % und 0,8 % fallen. Wenn alles so kommt wie von Nomisma prognostiziert, wird sich bei den Preisen wenig tun, sowohl nach oben als auch nach unten.

Frankreich
Lemonde.fr vom 17.11.2016
Logements neufs: les promoteurs à la fête
km. Auch die Zahl der Neubauten steigt unaufhörlich. In den ersten 9 Monaten seien 102.288 reserviert worden, das seien 23,4 % mehr als in der gleichen Periode im Vorjahr. Diese Zahlen wurden am 17.11.2016 von der Fédération des promoteurs immobiliers (FPI) herausgegeben. Der Präsident der FPI frohlockt, es sei das achte Trimester in Folge, in dem die Preise und die Nachfrage endlich wieder steigen. Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass in absehbarer Zeit die Zinsen wieder steigen werden.

Italien
Ilsole24ore online vom 11.11.2016
Bankitalia: prezzi stabili per le case, crescono mercato e mutui
ps. Der Artikel befasst sich mit dem Sondaggio congiunturale sul mercato delle abitazioni in Italia der Banca d’Italia für das III. Quartal. Dieser Konjunktur-Bericht über den Wohnungsmarkt beruht auf der Teilnahme von circa 1400 Immobilienagenturen – agenzie immobiliari. Danach sind die Preise stabil, die Zahl der Transaktionen und Darlehen wächst, die Erwartungen für die Zukunft sind positiv. Immobilien in den städtischen Gebieten verkaufen sich schneller als im Rest des Landes. Die Preisnachlässe beim Verkauf im Vergleich zu dem ursprünglichen Angebot – il margine medio di sconto sui prezzi di vendita rispetto alle richieste iniziali del venditore – hätten sich von 14,5 % auf 13 % verringert. Der Bericht im Original findet sich unter www.bancaditalia.it.

Spanien
El Mundo online vom 14.10.2016
La compraventa de viviendas crece un 17,4% y los precios caen un 4%
ps. Der Verkauf von Wohnungen stieg im August im Jahresvergleich um 17,4 % an, die Preise fielen dagegen um 4 %. Es handelt sich dabei um eine Statistik der Notarkammer – Estadística del Consejo General del Notariado. Dieser Preisrückgang im Jahresvergleich steht in starkem Kontrast nicht nur zu den im unteren Artikel zitierten Zahlen. Deshalb bleibt abzuwarten, was die nächsten Zahlen bringen. Ein merklicher Preisanstieg zum Ende des Jahres ist eher unwahrscheinlich. Einigkeit gibt es aber hinsichtlich des grundsätzlichen Anstieges der Verkäufe. Mehr Zahlen zu den Wohnungspreisen in einzelnen Städten usw. finden sich bei der Notarkammer unter www.notariado.org/liferay/web/cien/sala-de-prensa/noticias.
Laut Notarkammer betrugen im August diesen Jahres die mittleren Quadratmeterpreise für Wohnungen aus zweiter Hand 1.229 Euro und für neue Pisos nuevos 1.618 Euro. Anzumerken ist aber, dass Zweitwohnsitze in begehrter Lage sehr viel teurer sind.

Spanien
El País online vom 12.10.2016
El precio de la vivienda crece en España más que en la eurozona
ps. Der Preisanstieg bei Wohnungen in Spanien im III. Quartal war mit Bezug auf Daten des Amtes für Statistik der Europäischen Union mit 3,8 % im Jahresvergleich stärker als in der Eurozone mit nur 2,9 %. Im Jahr 2014 hätten sich die Preise stabilisiert, in 2015 seien sie erstmals gestiegen. Auch in diesem Artikel werden wieder die Verluste in den Jahren 2008-2013 mit der Spanne 30 bis 50 Prozent angegeben. Nur in Irland seien die Preise noch stärker gefallen. Gleichzeitig wird die Verwunderung darüber artikuliert, dass in Deutschland die Preise noch stärker steigen, obwohl es dort keinen Preisrückgang gegeben habe. Der italienische und französische Immobilienmarkt seien dagegen in einem schlechteren Zustand.

Frankreich
lavieimmo.com vom 4.10.2016
Crédit immobilier: la baisse des taux est (peut-être) terminée
km. Nach der Zins-Talfahrt der letzten Zeit wird angenommen, dass die Zinsen ab 2017 wieder steigen werden. Der Autor begründet dies mit Angaben von Finanzmaklern. Die Agentur Empruntis beispielsweise stellt fest, dass man „in einer Stabilisierungsphase“ sei und prognostiziert einen Zinsanstieg in den ersten Monaten des Jahres 2017. Natürlich keinen abrupten Anstieg, der wiederum eine Destabilisierung zur Folge haben würde, sondern
zunächst einen leichten Aufwärtstrend. Im Übrigen sei dies auch die wirtschaftswissenschaftliche logische Folge: Frankreich befinde sich im Aufschwung, also würden bald auch die Zinsen steigen.

Italien
Italia Oggi vom 4.10.2016
Casa, prezzi giù dell’1,4 nel secondo trimestre. A calare di più i costi delle abitazioni nuove%)
ps. Die Preise für Häuser fallen, und zwar um 1,4 % im zweiten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode 2015. Die Preise für Neubauten gehen um 2,3 % zurück. Dies hat das italienische Statistikamt Istat festgestellt.
Immerhin gibt es einen markanten Anstieg der verkauften Wohneinheiten zu verzeichnen – una marcata crescita del numero di immobili residenziali compravenduti (+22,9 % im Vergleich zum II. Quartal 2015 gemäß Osservatorio del Mercato Immobiliare dell’Agenzia delle Entrate).

Frankreich
Lefigaro.fr vom 28.9.2016
Les excellents résultats de la construction se confirment
km. Von überall kommen für die französische Immobilienwirtschaft positive Signale, so auch vom Neubau: In der Zeit von Juni bis August 2016 sei ein Anstieg von eröffneten Neubaustellen in Höhe von 5,7 % zu verzeichnen. Baugenehmigungen seien in dieser Zeit sogar 6,6 % mehr als im Vorjahr zu verzeichnen, so das Ministère du Logement. In Zahlen sind
dies 81 000 Neubaustellen bzw. 110 200 Baugenehmigungen.
Emmanuelle Cosse (Ministre du Logement et de l’Habitat durable) sieht darin eine Ermutigung, auf dem Weg weiterzumachen, den sie seit Monaten konsequent verfolge.
Alexandra François-Cuxac, Präsidentin der Féderation des promoteurs immobiliers
(„FPI“), betont dagegen den Zusammenhang mit dem niedrigen Zinsniveau.

Frankreich
Lemonde.fr vom 27.9.2016
Immobilier: cette fois, c’est vraiment le moment d’acheter
km. Jetzt sei nun wirklich der Moment zum Immobilienkauf – diese Hauptaussage stützt sich auf den Aufschwung, der die französische Wirtschaft erreicht habe, und nun peu à peu Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft haben werde. Noch seien die Zinsen sensationell niedrig, das werde aber nicht mehr lange so sein. Die wieder erstarkende Kaufkraft und die
wahrscheinlich im nächsten Jahr höheren Zinsen werden die Preise wieder steigen lassen.

Italien
Ilsole24ore online vom 6.9.2016
Lignano Sabbiadoro, scoperto proprietario di 33 case affittate in nero
ps. Lignano Sabbiadoro ist ein Badeort an der Adriaküste in der Provinz Udine. Dort entdeckte die Guardia di Finanza de Udine einen Eigentümer, der 33 Häuser schwarz vermietet hatte – affittate in nero. Es gibt in diesem Artikel noch weitere Beispiele für Schwarzvermietungen im touristischen Bereich – settore delle locazioni immobiliari turistiche. Mit der Operation “Blackhouse” wurden weitere 400 Eigentümer in 24 Provinzen aufgespürt, die in nero vermietet hatten. In den einen Fällen hatten Eigentümer zu wenige Steuern bezahlt, in anderen Fällen wurde komplett “schwarz” vermietet.
Anzumerken ist, dass ausländische “Schwarzvermieter” in aller Regel nicht in diese Kategorie der Eigentümer, die gleich viele verschiedene Einheiten touristisch vermieten, fallen. Wie aber der Artikel in der letzten Ausgabe zeigt, werden nicht nur die “ganz großen Fische an Land gezogen” sondern auch Eigentümer mit nur einer gemischt genutzten bzw. hin und wieder touristisch vermieteten Wohnung.

Frankreich
lefigaro.fr vom 2.8.2016
Immobilier: les taux des crédits continuent leur chute
km. Die Zinsen fallen in Frankreich weiter: von durchschnittlich 1,62 % im Juni 2016 auf 1,55 % im Juli 2016. Kredite werden durchschnittlich für 222 Monate (18,5 Jahre) in Bezug auf Altbauten aufgenommen. Für Neubauten verpflichten sich Käufer im Durchschnitt für 233 Monate (19,41 Jahre).
Die niedrigen Zinsen erlauben auch finanzschwächeren Käufern den Zugang zum Immobilieneigentum. Für Deutsche, die eine Immobilie in Frankreich erwerben, lohnt sich der Vergleich zwischen deutschen und französischen Krediten. Allerdings nehmen deutsche Banken grundsätzlich nur eine deutsche Immobilie als Sicherheit.

Italien
Ilsole24ore online vom 28.7.2016
Case vacanza: più acquisti in montagna e sui laghi. Prezzi medi in calo
ps. Mehr Käufe von Ferienwohnungen – seconde case – im Gebirge und an den Seen ist das Ergebnis einer Untersuchung von Fimaa-Confcommercio und Nomisma.
Die durchschnittlichen Preise sinken, wenn auch mit Ausnahmen. „Fragilità e incertezza“ werden aber trotz der Konsolidierung laut Bericht andauern, also Zerbrechlichkeit und Ungewissheit. Die Preissituation ähnelt der Situation in Städten.
Am Meer gab es in 2015 einen Zuwachs an Verkäufen von 6,8 %, in den Bergen von 9 % und an den Seen um 16,1 %. Der mittlere Preis beträgt 2 285 Euro je Quadratmeter, ein Rückgang übers Jahr 2015 von 2,3 %. In Amalfi stiegen dagegen die Preise mit 6 % am stärksten, weitere Ausnahmen mit Preissteigerungen waren außerdem u. a. Lurisia, Limone und Bellagio mit einem Anstieg zwischen 1,6 und 2 %. Santa Margarita in Ligurien glänzt mit einem Höchstpreis von 14 000 Euro je Quadratmeter und Forte die Marmi mit 13 500 Euro.

Spanien
El País online vom 27.7.2016
El Catastro descubre 1,7 millones de construcciones irregulares vía satélite
ps. In der letzten Ausgabe lautete unsere Überschrift im Spanien-Teil: „Nicht korrekt registriert: Mit Flugzeugen gegen Bausünder und säumige Steuerzahler.“ Im Artikel von El País geht es um das gleiche Thema. El Catastro, also das Katasteramt, hat 1,7 Millionen irreguläre Baumaßnahmen via Satellit aufgedeckt, für die eigentlich Grundsteuer und Wertzuwachsteuer gezahlt werden müssen.
Zum größten Teil handelt es sich dabei um Vergrößerungen von Wohnungen, Einhausungen von Terrassen, Attika-Wohnungen, ergänzende Baumaßnahmen zur Hauptwohnung, für den Garten und Swimmingpools – ampliaciones de viviendas, cerramientos de terrazas, techados de áticos, construcciones suplementarias a la vivienda principal, metros ganados al jardín o al chalé y piscinas. Gemäß Artikel haben 78 % aller spanischen Gemeinden mit dem Prozess der Aufarbeitung begonnen – ha iniciado el proceso de revisión. In der Praxis bedeutet dies nichts anderes, als dass viele Eigentümer aufgefordert werden, illegal vorgenommene Baumaßnahmen
zu legalisieren und höhere Steuern zu bezahlen. Dabei dürfen die Gemeinden auf die Hilfe des Katasteramtes hoffen.

Spanien
El País online vom 27.7.2016
La subida del precio de la vivienda pierde fuerza: pasará del 5 % al 2 %
ps. Der Preisanstieg am Wohnungsmarkt verliert an Kraft, nämlich von 5 % auf 2 %. Das Jahr 2016 hatte für Wohnungsverkäufer so schön begonnen, nämlich mit 5 % Preisanstieg im ersten Halbjahr. So wird es aber nicht weitergehen, werden die Asociación Española de Análisis de Valor (AEV) und andere Experten zitiert, auch wenn es in gewissen Gebieten von Großstädten
Ausnahmen gibt. Die AEV ist eine Art Beratungs- und Analysegesellschaft insbesondere auf dem Immobiliensektor und wurde von großen Bewertungsgesellschaften gegründet. Zusammen mit anderen Experten wurde ein Bericht zur aktuellen Lage erstellt. Die Mehrheit der Experten ist vorsichtig in Bezug auf einen neuen Expansionszyklus – prudente en cuanto a la posibilidad de un nuevo ciclo expansivo.
Die Zahl der Kreditbewilligungen und die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die beschränkten finanziellen Möglichkeiten vieler Familien stellen keine merklichen Impulse dar. Die Preise werden sich danach im Rahmen des Wirtschaftswachstums bewegen, also im Umfeld von 2 bis
3 % jährlich – el entorno del 2 % y el 3 % anual. „Die Vorsicht von Bauträgern und Baugesellschaften sei völlig gerechtfertigt“ – „La precaución que se aprecia en los promotores y constructores está plenamente justificada“, so lautet das Fazit des Berichtes.

Frankreich
lavieimmo.com vom 25.7.2016
Immobilier: „2016 sera une bonne année“
km. Interview mit Fabrice Abraham, directeur général des Immobiliennetzwerkes Guy Hochet, über den aktuellen Immobilienmarkt, Preise und Schattenseiten des Jahres 2016.
Er stellt optimistisch ein gutes Jahr in Aussicht und betont, dass auch die Zinsen weiter fallen werden. Insbesondere seien auch Erstkäufer mittlerweile an großer Zahl vorhanden, was den Markt beleben würde. Als Perspektive nennt er einen Preisanstieg auf nationalem Niveau in
Höhe von bis zu 1,5 %.

Frankreich
Lemonde.fr vom 8.7.2016
Fuite d’eau: la commune devait prévenir son abonnée
km. Eine Dame in der région Haute-Vienne bekam eine Wasserrechnung in Höhe von 8 154 Euro. Sie hatte an ihren normalen Verbrauchsgewohnheiten nichts geändert und war entsprechend schockiert. Sie verweigerte die Zahlung. Die Gemeinde klagte und verlor in zwei Instanzen, weil sie die Dame nicht über den gesteigerten Wasserverbrauch (wohl in Folge eines Wasserrohrbruches) informiert hatte. Allerdings musste die Beklagte das Doppelte des normalen Wasserverbrauches zahlen (Art. 2 des Gesetzes vom 17.5.2011).

Italien
Libero online vom 4.7.2016
Casa, Istat: prezzi ancora in calo (–1,2 %), e dal 2010 il crollo è del 15 %
ps. Laut dem in diesem Artikel zitierten Touristikamt sind die Preise auch im ersten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 % gefallen. Seit 2010 seien die Preise um 15 % gefallen – dal 2010, i prezzi sono crollati del 15 %. Laut Artikel hat immerhin die Einnahmenagentur bzw. der Osservatorio del Mercato Immobiliare für das erste Quartal einen gewichtigen Anstieg der Verkäufe um 20,6 % vermeldet – la compravendita di case ha registrato un aumento importante (20,6 %).
Italien
Ilsole24ore online vom 13.6.2016
Italia e bandiere blu: ecco dove la casa al mare costa davvero cara
ps. Wo sich blaue Banner – bandiere blu (www.bandierablu.org) – finden, sind die Häuser teuer. Es geht dabei um zwölf Standorte, am teuersten Levanto/Ligurien mit Quadratmeterpreisen von 4 300 Euro bis Ragusa in Sizilien mit dem günstigsten Angebot von 1 100 Euro pro Quadratmeter.
Es handelt sich um den Markt des Zweitwohnsitzes – seconda casa. Es gebe Anzeichen eines schüchternen Aufschwungs – la domanda mostra qualche segnale, timido, di ripresa, die Preise seien stabil. Die Daten stammen von casa.it, einem großen italienischen Immobilienportal.

Spanien
El Mundo online vom 10.6.2016
España necesitará 140 000 nuevas casas al año hasta 2025, cuando el precio volverá a niveles de 2007
ps. Bis zum Jahr 2025 benötigt Spanien jährlich 140 000 neue Häuser bzw. Wohnungen. 2025 wird auch wieder das Preisniveau von 2007 erreicht, also zu dem Zeitpunkt, ab dem es bergab ging. Die lange Artikelüberschrift bezieht sich auf eine Studie von José Luis Suárez vom
IESE-Institut. Hinsichtlich der Preisentwicklung wird darauf hingewiesen, dass die Preise real nicht auf das Niveau von 2007 zurückkehren werden, nur nominal werden sie 2025 dieses Preisniveau erreichen, und das nach über 18 Jahren. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis werde 2025 2 046 Euro betragen, im Jahr 2027 2 212 Euro.

Spanien
El País online vom 9.6.2016
La compra de vivienda se dispara y los precios registran su mayor alza desde 2007
ps. Der Kauf von Wohnungen „geht ab“ und die Preise registrieren den größten Anstieg seit 2007, so titelt El País. Das klingt für Verkäuferohren sehr gut. Dies wird auch mit Zahlen vom spanischen Statistikamt untermauert. Die Zahl der Verkäufe ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 30 Prozent angestiegen. Im ersten Quartal seien die Preise um über
sechs Prozent angestiegen. Allerdings wird auf eine Zweiteilung des Marktes hingewiesen. Die ganz großen Städte wie Madrid und Barcelona und der Wohnungsmarkt an den Küsten und
insbesondere auf den Balearen profitieren mehr vom Aufschwung als der Rest des Landes. Von einer neuen Blase könne keine Rede sein, wird ein Experte zitiert.

Frankreich
Explorimmo vom 1.6.2016
Maître François Devos: „Il faut moderniser le droit de propriété immobilière“
km. Vor dem Hintergrund des 112. Notarkongresses in Nantes hat der Notar Maître François
Devos ein Interview gegeben, welches als Video unter der angegebenen Website aufrufbar ist. Das Immobilienrecht müsse modernisiert werden, so Maître Devos. Es sei nun 200 Jahre alt, man habe sich zusammengesetzt und erst einmal eine Analyse der vorhandenen Rechtsmaterie gemacht und gehe nun an die Modernisierung.
Der Eigentümer müsse besser Bescheid wissen und einfachen Zugang zu Informationen haben, die seine Immobilie betreffen. Immobilienunterlagen müssten verständlicher gemacht werden, auch das Wohnungseigentümerrecht mit seinen vielen Unterlagen und oft schwer leserlichen
Angaben über die WEG habe noch Raum für Optimierungsmaßnahmen.

Frankreich
Pap.fr vom 31.5.2016
Immobilier: la santé retrouvée du marché locatif
km. Auch auf dem Mietmarkt merkt Frankreich den Aufschwung der Immobilienbranche: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Vermietungen um 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Zuge dessen ist im Durchschnitt eine generelle Erhöhung der Mieten festzustellen. In einer Tabelle werden sodann die Durchschnittsmietpreise in verschiedenen Städten pro Quadratmeter dargestellt (Les loyers en 2016 dans les
villes de plus de 146 000 habitants d’après CLAUMER/Mai 2016). In Marseille werden z. B. durchschnittlich 12,2 Euro/m² bezahlt, in Paris 25,0 Euro/m² und in Nice 15,4 Euro/m².

Italien
www.wallstreetitalia.com vom 23.5.2016
Italia ancora in bolla immobiliare. A Milano casa costa triplo che a Berlino
ps. In Italien gibt es immer noch eine Immobilienblase, ein Haus in Mailand kostet das Dreifache wie ein Haus in Berlin. Diese Artikelüberschrift zitiert die Ansicht des Architekten Francesco Maria Esposito, der interviewt worden war. Er empfiehlt u. a. den Bau von Sozialwohnungen und verweist in dieser Hinsicht u. a. auf Deutschland.

Frankreich
L’Obs vom 12.5.2016
Les ventes de logements neufs en hausse de 15 % au 1er trimestre
km. Interessanter Artikel über den Aufschwung im Immobilienmarkt in Bezug auf Neubauten. Alexandra Francois-Cuxac, Présidente der Féderation des promoteurs immobiliers (FPI), unterstreicht erleichtert den dadurch wiedergefundenen Optimismus. Insbesondere Erstwohnsitze als Neubauten seien wieder gefragt, was die Zahlen belegen: Die Verkäufe durch promoteurs (Bauträger) seien im Vergleich zum Vorjahr um fast 15 Prozent gestiegen, während der nationale Durchschnittspreis weitestgehend gleich geblieben sei (3 967 Euro/m²).

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