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Immobilienpreise und Marktberichte

Spanien
Sareb pone a la venta 3 500 viviendas para extranjeros y ‘singles’
CincoDías online vom 13.8.2019
ps. Die Sociedad de Gestión de Activos Procedentes de la Reestructuración Bancaria (Sareb) ist die spanische bad bank, die noch viele Immobilien „besitzt“ und loswerden muss. Circa 3 500 Wohnungen sollen u. a. Ausländern und Singles angeboten werden. 1 261 Wohnungen mit einem oder zwei Schlafzimmern sind für Ausländer gedacht und finden sich in vielen Regionen, auch mit sehr unterschiedlichen Preisen. Als Bandbreite bei den Preisen werden ein Apartment für 33 000 Euro in La Unión (Murcia) und 643 700 Euro für eine Wohnung mit 250 m2 und neun Zimmern in Selva (Mallorca) genannt. Die Werbung lautet: „Spain ready to move in.“ 2 241 Wohnungen werden als Hauptwohnungen angeboten mit Preisen zwischen 26 000 Euro für ein piso mit 56 m2 in Roquetas de Mar (Almería) und 226 500 Euro für ein piso mit zwei Schlafzimmern in Jávea (Alicante). Suchfunktionen und Angebote finden sich bei der Sareb unter www.sareb. es. Ob es sich dabei um „Schnäppchen“ handelt, können wir leider nicht mitteilen. Die Internetseite gibt es in spanischer und englischer Sprache. Es wird nicht die letzte Aktion sein, die die Sareb veranstaltet.

Spanien
La vivienda en la era ‘postburbuja’: comprar cuesta un 21 % menos que en 2007 y alquilar, un 11 % más2
El País online vom 8. August 2019
ps. Ein Bericht der Fundación BBVA e IVIE analysiert den Anstieg der Zahl von Haushalten, die mieten, vor allem in Madrid, Navarra, auf den Balearen und den Kanarischen Inseln (vier Prozent mehr Vermietungen spanienweit). Die Ära „postburbuja“, also die Zeit nach der Immobilienblase sei dadurch gekennzeichnet, dass die Wohnungen 21 % billiger als 2007 und die Mieten um 11 % gestiegen sind. Die Tatsache, dass mehr Haushalte mieten, wird mit steuerlichen und soziografischen Aspekten – cambios fiscales a favor del régimen de arrendamiento y de variables sociodemográficas – begründet. Der Banco de España bezifferte dagegen den Anstieg der Mieten innerhalb der letzten fünf Jahre um durchschnittlich 50 %. Der informe stellt fest, dass die aktuellen Preise noch nicht den Stand vor dem Platzen der Immobilienblase erreicht haben. Die Preise sind immer noch durchschnittlich 21 % niedriger als damals, obwohl die Preise zwischen 2014 und 2018 um 23 % gestiegen seien. Dabei müsse aber hinsichtlich der einzelnen CCAA unterschieden werden. Navarra und Aragón sind die comunidades, wo die Preise am stärksten zurückgeblieben sind (41 % und 38 %). Die Balearen sind die Region, in der die Preise nur noch 11 % im Vergleich zum damaligen Preisniveau zurückliegen. Der Bericht findet sich unter www.fbbva. es/wp-content/uploads/2019/08/FBBVA_ Esenciales_38_vivienda_alquiler.pdf.

Italien
Seconde case, prezzi in calo e affitti in rialzo
fimaa.it online vom 30. Juli 2019
ps. Die von Fimaa-Confcommercio (Federazione Italiana Mediatori Agenti d’Affari – Verband der Makler für Handelsgeschäfte) geschaffene nationale Beobachtungsstelle stellte in Zusammenarbeit mit der Società di Studi Economici Nomisma die neueste Studie für den Markt für Ferienhäuser vor – Mercato immobiliare case vacanza. Der Ende Juli veröffentlichte Bericht enthält u. a. eine Rangliste von 13 Fremdenverkehrsorten am Meer, an den Seen und in den Bergen mit den höchsten durchschnittlichen Verkaufspreisen: Am teuersten ist eine casa vacanza auf Capri mit 12 700 Euro/m2 , es folgt Forte dei Marmi (12 600), Madonna di Campiglio (12 400). Santa Margherita Ligure (12 300), Courmayeur (11 000), Cortina D’Ampezzo (10 700), Selva di Val Gardena (9 900), Porto Cervo (9 400), Anacapri (8 900), Ortisei (8 900), Porto Rotondo (8 500), Corvara (8 400) und Sirmione (8 100). In Bezug auf den Ferienimmobilienmarkt lässt sich für 2018 laut Bericht ein ähnliche Marktsituation wie beim Gesamtmarkt feststellen: Umsatzsteigerung und niedrigere Preise. Die Zahl der Verkäufe wuchs in den Badeorten um +6,4 %, in den Berggebieten um +4,0 % und an den Seen um +7,6 %. Rückläufige Preise Auf der Wertseite lag der Durchschnittspreis – prezzo medio – für den Kauf einer Touristenresidenz im Jahr 2019 bei 2 134 Euro/m2 , wobei die Preise für Ferienhäuser weiterhin rückläufig waren. Der größte Rückgang war in Latium (–3,5 %) zu verzeichnen, gefolgt von Ligurien (–3,1 %), dem Aosta-Tal, der Toskana, Kampanien und Molise (–2,5 %). Friaul Julisch Venetien ist laut Bericht die einzige Region, in der ein Anstieg der Durchschnittspreise zu verzeichnen ist (+1,5 %). Weniger ausländisches Interesse Bei der Aufteilung der Kaufabsichten zwischen Italienern und Ausländern – intenzioni di acquisto tra italiani e stranieri – kommt laut Studie die Nachfrage nach Ferienhäusern in 85 % der Fälle von Italienern, während sie bei 15 % von Ausländern gespeist wird. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zur Vorjahresumfrage. Ferienimmobilien würden vor allem für die Eigennutzung gekauft, weniger für die Vermietung, auch wenn das Interesse daran etwas angestiegen sei.

Frankreich
Où acheter votre résidence secondaire dans le sud … pour moins de 4 500 Euro/m²? Immobilier.lefigaro.fr vom 19.7.2019
km. Während in St. Tropez und Umgebung die Preise auf 9 000 Euro/m² gestiegen sind, gibt es immer noch ein paar Ecken in Südfrankreich, die bezahlbar sind. Drei schöne Orte werden genannt: Hyères, Carqueiranne und Bormes les Mimosas. Hyères mit seiner 2 400 Jahre alten Geschichte, vorgelagerten Inseln, Wassersport oder Wandermöglichkeiten, sowie Naturparks und 40 km Küstenlinie hat viel zu bieten. Sportliche zieht es auf die Halbinsel Gien, Liebhaber historischer Altbauten in die Altstadt. Preise liegen zwischen 2 510 und 3 910 Euro/m², Häuser insgesamt bei 270 500 und 520 600 Euro. Zwischen Hyères und Le Pradet liegt der kleine Küstenort Carqueiranne mit 10 000 Einwohnern und 305 Sonnentagen im Jahr. Hier muss man mit Quadratmeterpreisen von 4 060 bis 5 030 Euro rechnen, Häuser kosten zwischen 430 000 und 685 000 Euro. Als dritter Ort kommt Bormes les Mimosas in Frage: Das Glanzstück im Massif de Maures liegt in einer wunderschönen Landschaft. Von einem mediterranen Wald und Weinbergen umgeben kann man hier in der Altstadt eine ruhige résidence sécondaire erwerben – ebenso wie übrigens der Président de la République. Preise liegen zwischen 3 380 und 4 850 Euro/m², ein Haus kostet zwischen 330 000 und 669 000 Euro.

Frankreich
Note de conjoncture immobilière
Notaires de France online vom 16.7.2019
km. Ein Immobilienmarkt „en confiance“ („voller Zuversicht“) titelt die 44. Ausgabe des Immobilien-Konjunkturberichts der Notaires de France. Bis März 2019 seien 950 000 Transaktionen getätigt worden, ein „historisches Hoch“, wenn man die Zahl mit den letzten Jahren vergleicht. Nicht in allen Städten sind jedoch die Preise ebenfalls gestiegen. Preisentwicklung bei Wohnungen: Beispielsweise ist in Marseille der Durchschnittspreis pro Quadratmeter auf 2 290 Euro gesunken, 0,9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Im nördlichen Teil von Korsika sind die Preise um 3,4 % gesunken, im südlichen dagegen um 6,9 % gestiegen. In Nordfrankreich haben die Preise stark angezogen: in Amiens um 11,1 % und in Caen sogar um 13 %. Bei den Häusern ist es dagegen interessanterweise umgekehrt: Senkung im südlichen Teil von Korsika um 7 %, im nördlichen dagegen ein Anstieg von 7,3 %. Auch in Nordfrankreich gibt es nur minimale Änderung in Caen, dagegen ein signifikanter Abwärtstrend von 9,3 % in Le Havre und 4,7 % in Rouen.

Italien
Prezzi delle abitazioni esistenti –1,3 %
ISTAT vom 2. Juli 2019
ps. Gemäß den vom italienischen Statistikamt vorgelegten vorläufigen Zahlen ging der Index der von privaten Haushalten zu Wohnungs- oder Investitionszwecken gekauften Immobilienpreise (IPAB) im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorquartal um 0,5 % und gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2018 um 0,8 % zurück. Der Abwärtstrend des IPAB – indice dei prezzi delle abitazioni – ist auf die Preise für Bestandsimmobilien zurückzuführen, bei denen eine negative Veränderung von –1,3 % zu verzeichnen war. Dagegen stiegen die Preise für neue Häuser im Trend um 1,7 %, was einer Beschleunigung gegenüber +0,6 % im vierten Quartal 2018 entspricht. Diese Trends äußern sich in einem anhaltenden Absatzwachstum (+8,8 % der vom Real Estate Market Observatory der Revenue Agency für den Wohnungssektor im ersten Quartal 2019 verzeichneten tendenziellen Steigerung). Auf zyklischer Basis ist der leichte Rückgang des IPAB (–0,5 %) sowohl auf die Preise für Neubauten als auch für bestehende Wohnungen zurückzuführen, die um 0,5 % bzw. 0,6 % zurückgingen. Verglichen mit dem Durchschnitt von 2010 (!), dem ersten Jahr, für das die IPAB-Historie verfügbar ist, sanken die Immobilienpreise laut ISTAT im ersten Quartal 2019 um 17,2 %, was ausschließlich auf die bestehenden Häuser zurückzuführen ist, deren Preise um 23 % gesunken sind, während bei neuen Wohnungen insgesamt ein sehr geringer Anstieg zu verzeichnen ist (+0,8 %).

Frankreich
Palmarès 2019 des villes où investir dans le neuf
lefigaro.fr vom 11.6.2019
km. In einer groß angelegten Recherche wurde gemäß Kriterien wie Dynamik (Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt), Kaufpreis (Euro/m²), Vermietung (Mietvergleich und Entwicklung), Rentabilität und Marktstruktur eine „Hitliste“ der 50 interessantesten französischen Städte erstellt, wo sich zu investieren lohnt. An der Spitze der Rangliste steht Toulouse, die „rosarote Stadt“. Die beliebte Stadt zieht jedes Jahr mehr als 15 000 Neuankömmlinge an, Wohnungen werden also gebraucht. Daneben möchte die Stadt ökologischer werden und investiert in grüne Technologien. Der vornehme Pariser Stadtteil Boulogne-Billancourt („das 21. Arrondissement“) steht nur an zehnter Stelle – wohl wegen des durchschnittlichen Quadratmeterpreises von über 10 000 Euro.

Spanien
El precio de la vivienda nueva crece al mayor ritmo desde los tiempos de la burbuja
El País vom 7.6.2019
ps. Die Preise für Neubauten – casas de nueva construcción – sind seit den Zeiten der Immobilienblase im I. Quartal 2019 mit dem bisher höchsten Prozentsatz gestiegen, und zwar um 10,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal 2018. Dies ergibt sich aus den Daten des spanischen Statistikamtes – Instituto Nacional de Estadística. Die Wohnungen aus zweiter Hand – pisos de segunda mano – machen aber die Mehrzahl der Verkäufe aus, sodass es unter Berücksichtigung von Neu- und Altbauten zu einer Preissteigerung von 6,8 % kommt. Die Zweithand-Objekte gesondert betrachtet, betrug der Anstieg 6,2 %.
Ursache für die Preisentwicklung seien die niedrigen Zinsen und die Bereitschaft der Banken zur Finanzierung mit Hypotheken. Dass speziell die Preise für Neubauten so stark angestiegen sind, wird mit mehreren Faktoren begründet. Die Grundstücksflächen seien sehr viel teurer geworden, aber auch die Baukosten seien gestiegen. Außerdem seien die Verzögerungen bei den Baugenehmigungen verantwortlich dafür, dass sich Projekte verzögern.
Abgesehen davon gibt es unterschiedliche regionale Entwicklungen. Laut den Daten des Statistikamtes sind in der Comunidad de Madrid die Preise mit einem jährlichen Wachstum von 9,7 % am stärksten gestiegen.
Starkes Wachstum gab es auch in Ceuta (9,1 %) und Melilla (8,5 %). In Katalonien gab es eine Preissteigerung von 7,6 %, auf den Balearen 7,3 %. Umgekehrt ist die Situation in der Extremadura (2,4%), in Galizien (3,6%) und Asturien (3,8%) mit dem geringsten Wachstum.

Italien
“Vendite di case, trend ancora in crescita (+8,8%)”: https://www.ilsole24ore.com/art/casa/2019-06-06/vendite-case-trend-ancora-crescita-88percento-095532.shtml?uuid=ACARn1N
Ilsole24ore online vom 6. Juni 2019
ps. Der Artikel weist auf einen schon länger andauernden Trend hin, nämlich die Steigerung der Zahl von Immobilientransaktionen. Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls schon seit längerer Zeit einen leichten Rückgang oder eine Stagnation bei den Immobilienpreisen.
Von Januar bis März 2019 sind die Verkäufe – compravendite residenziali – um 8,8 Prozent gewachsen im Vergleich zum vorhergehenden Quartal.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2019 wechselten 138.525 Wohnungen den Besitzer, verglichen mit 127.277 verkauften Einheiten im gleichen Zeitraum des Jahres 2018. Eine Gesamtbetrachtung zeigt eine Übereinstimmung zwischen den Provinzhauptstädten und den Nicht-Hauptstadtgemeinden, die in der Vergangenheit oft mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs waren. Größere Unterschiede gibt es bei den acht größten italienischen Städten, in Rom und Mailand stieg der Absatz um über 11 %, andere Städte wie Florenz (-5,2 %) und Neapel (-1,3 %) hatten negative Vorzeichen. Die Zahlen stammen vom Osservatorio dell’agenzia delle Entrate.

Frankreich
Quels sont les prix immobiliers dans le neuf?
explorimmoneuf.com vom 5.6.2019
km. Aktuelle Nachrichten von der Féderation des promoteurs immobiliers: Der Durchschnittspreis für Neubauten ist leicht gestiegen. Neubauwohnungen variieren zwischen 2 985 Euro/m² (Brest) und 5 434 Euro/m² (Nice). Der Durchschnittswert von ganz Frankreich liegt bei 4 358 Euro/m² im ersten Quartal 2019, was einen Anstieg von 1,8 % bedeutet. Die Nachfrage ist nach wie vor aufgrund der niedrigen Zinsen hoch. Der Durchschnittszinssatz in Frankreich lag im Mai bei 1,29 %, damit wurde sogar der Rekord von November 2016 (1,33 %) gebrochen. Bei einer Kreditdauer von 15 Jahren liegt der Mittelwert aktuell bei 1,26 % in Frankreich. Insgesamt ist die Durchschnitts-Kreditdauer in Frankreich auf 19 Jahre gestiegen, eine Konsequenz aus gestiegenen Kaufpreisen. Mehr als 40 % aller Kreditnehmer entschieden sich für eine Dauer von 25 Jahren mit niedrigerer monatlicher Rate, so Maël Bernier, Pressesprecherin bei Meilleurtaux.com.

Spanien
Bankia, Liberbank y Cajamar reabren la guerra de precios en el ‘ladrillo’ con 2.200 casas por menos de 60.000 euros
El Mundo online vom 25. Mai 2019
ps. Die Überschrift hört sich recht martialisch an: „Bankia, Liberbank und Cajamar eröffnen wieder den Ziegelpreiskrieg mit 2.200 Häusern für weniger als 60.000 Euro“. Bekanntermaßen gibt es immer noch hohe Bestände von nicht verkauften Immobilien bei den Banken.
Zwar handelt es sich in einigen Fällen um Wohnimmobilien im Landesinneren Spaniens und außerhalb der großen Städte oder Provinzhauptstädte, einem Marktsegment, in dem die Marktpreise im letzten Jahr praktisch stagniert haben. Angeboten werden aber auch Häuser in Küstengebieten wie der Region Murcia, Andalusien oder der Valencianischen Gemeinschaft. Die Abschläge betragen bis zu 50 %. Beraten werden diese Banken von ihrem Immobilienpartner Haya Real Estate. In allen Fällen geht es um neue Häuser. Abgesehen davon verkaufen diese Banken auch noch jeweils gesondert tausende Wohnimmobilien mit Abschlägen, die aufgrund des Konkurses von Immobilienentwicklern oder der Nichtzahlung der Hypothek an die Banken gingen.

Abkühlung?
Die neue Welle der Immobilienverkäufe durch Banken zeige erste Anzeichen einer Abkühlung der Immobilienpreise – primeros síntomas de enfriamiento del precio de la vivienda – nach Jahren des starken Anstiegs und kurz vor der Ferienzeit, wo viel verkauft wird. „Die geografische Fragmentierung des Immobilienmarktes, wie die instabile nationale politische Lage sowie eine gewisse Abschwächung der Volkswirtschaft, könnte einem stabilen oder anhaltenden Anstieg von Transaktionen und Preisen entgegenwirken“, lässt Sareb, die spanische bad bank, verlauten.

Italien
Case in vendita: crollano i prezzi
Corriere della sera online vom 24. Mai 2019
ps. Seit etwa zwei Jahren könne bei jeder Veröffentlichung von Quartalsdaten festgestellt werden, dass es auf dem Immobilienmarkt zu einer Umsatzsteigerung gekommen ist. Aber mit Ausnahme von Mailand sinken die Preise. Eine Bestätigung komme von Fiaip, dem italienischen Verband der professionellen Immobilienmakler. Eine in Zusammenarbeit mit Enea und I-com erstellte Studie zeige einen weiteren durchschnittlichen Rückgang der Immobilienpreise um 2,5 %, der mit Ausnahme von Mailand fast das gesamte Staatsgebiet betreffen würde (+ 6,9 % für Wohnimmobilien).
Die Daten zeigen auch, dass der Markt entscheidend von der Gewährung von Hypotheken abhängig sei. In 72 % der Fälle können Käufer nur durch Inanspruchnahme von Krediten kaufen. Dies bedeute, dass eine Erhöhung der Zinssätze oder strengere Bonitätsprüfungen einen explosiven Effekt auf den Umsatz haben könne.
Im Vergleich zu den letzten Jahren scheint sich die Situation bei der Energieeffizienz – prestazioni energetiche – der Gebäude zu verbessern, da neue Gebäude hinzukommen. Insbesondere wenn die vor Ort verkauften Häuser untersucht werden, haben zwei Drittel eine gute Energieleistung (Klassen A+, A und B ergeben 67 %), aber die Zahlen sinken stark, wenn man die Häuser aus zweiter Hand berücksichtigt (11 % für die ersten drei Klassen).

Spanien
¿Es cara la casa que quiere comprar? Regatear da resultado casi siempre
El País online vom 3. April 2019
ps. Ist das Haus, das Sie kaufen möchten, teuer? Das Verhandeln funktioniert fast immer. So lautet die wenig überraschende Überschrift und darauf wird auch in der Spanien-Beratung hingewiesen. Sechs von zehn Eigenheimkäufern verhandeln laut einer Studie des Immobilienportals Fotocasa den Kaufpreis, und bei neun von zehn Käufen ist dies auch erfolgreich. Überraschend ist dagegen, dass der „Rabatt“ selten über 10 Prozent hinausgeht (nur in ein von vier Fällen). Über 80 Prozent der Käufer glauben, dass Wohnungen teuer sind, und fast die Hälfte (48 %) glaubt, dass die nächste Immobilienblase nahe ist. Im Jahr 2017 glaubten dies nur circa 30 Prozent.

Frankreich
Prix immobilier partout en France
meilleursagents.com vom 1.4.2019
km. Wie immer gibt diese Website einen aktuellen Überblick über den Wohnungsmarkt mit Quadratmeterpreisen wo auch immer in Frankreich. Man kann auch eine Straße mit Hausnummer eingeben, um den durchschnittlichen Quadratmeterpreis an genau dieser Stelle zu erfahren. Ansonsten kann jede Stadt, Departement oder Gemeinde angegeben werden, um sich über den durchschnittlichen Preis bei Wohnungen und Häusern für Miete und Kauf zu informieren. Auf der interaktiven Karte gibt es weiterhin die Möglichkeit, Neubauprojekte anzuklicken. Interessiert man sich z. B. für ein Objekt in Lacanau­Océan (Gironde) erfährt man, dass der Durchschnittspreis für ein Haus bei 3 581 Euro/m² liegt (Höchstpreis 4 661 Euro). Weiterhin würde man sich wünschen, man hätte bereits vor zehn Jahren dort investiert, denn bei der Preisentwicklung ist zu sehen, dass der Quadratmeterpreis um über 42 % dort gestiegen ist …

Frankreich
Immobilier: En Île-de-France, les prix continuent de grimper
lefigaro.fr vom 29.3.2019
km. Im Pariser Speckgürtel, in den banlieus, steigen die Preise aufgrund der Nachfrage enorm. Selbst ältere Wohnungen in älteren Mehrfamilienhäusern erreichen Pariser Preise von bis zu 9 000 Euro/ m². Es reicht, dass die Métro bis zu fünf Minuten zu Fuß entfernt ist und selbst heruntergekommene Wohnungen werden ohne weitere Verhandlung zu diesen Preise verkauft. Die Tendenz ist steigend: Sobald das Mega­Projekt „Grand Paris“ mit weiteren Metroverbindungen und Vorstadtbahnen gebaut ist, werden auch in weiter außerhalb liegenden Gebieten die Marktwerte steigen.

Italien
Nomisma: mercato immobiliare in frenata nel 2019, rialzi dei prezzi ancora lontani
Ilsole24ore online vom 20. März 2019
ps. Die Prognosen des ersten Nomisma-Immobilienobservatoriums für 2019 werden als nicht positiv bezeichnet und seien vor allem durch die negativen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen bestimmt. Es verbleibe bei einer preislichen Stagnation – permane una situazione di stagnazione. Dagegen werde der Umsatz bei Wohnimmobilien weiterhin wachsen.

Spanien
El precio de la vivienda subió un 6,7% en 2018, la mayor alza desde 2007
El País online vom 8. März 2019
ps. In der letzten Ausgabe hatten wir über die Zahlen des Register-Kollegiums berichtet, die von einem Preisanstieg von 8,2 % für das vergangene Jahr berichten. Das spanische Statistikamt geht von 6,7 % aus, dem höchsten Preisanstieg seit 2007, also quasi seit dem Vortag des Platzens der Immobilienblase. Gleichzeitig wird vom Statistikamt Instituto Nacional de Estadística darauf hingewiesen, dass die alten Höchststände noch längst nicht erreicht sind – está significativamente por debajo de los máximos alcanzados antes de la crisis. Zwischen Neubauten (+6,4 %) und Zweithandobjekten (6,8%) gibt es nur einen geringen Unterschied.
In Bezug auf die Comunidades ist laut INE Madrid die Region mit dem höchsten Anstieg von 10, 2 %. In Katalonien betrug der allgemeine Anstieg 8,8 %. Im Gegensatz dazu gab es die geringsten Zuwächse in der Extremadura und Castilla-La Mancha mit 1,9 % und 2,4 %.

Italien
Istat: prezzi delle case in discesa anche nel 2018
Ilsole24ore online vom 8. März 2019
ps. Auch im Jahr 2018 wurden die Hoffnungen auf einen Preisanstieg enttäuscht. Die Hauspreise gingen um 0,6 % zurück, obwohl die Zahl der Transaktionen zugenommen hat. Diesen im Artikel als Anomalie bezeichneten Vorgang gibt es nun schon seit mehreren Jahren. Diese Feststellungen basieren auf Daten von ISTAT, dem italienischen Statistikamt. Einen gewissen Unterschied gibt es noch zu erwähnen, da die Preise der gebrauchten Objekte um 0,7 % zurückgingen und die Preise der Neubauten stabil geblieben sind.
Verglichen mit dem Durchschnitt des Jahres 2010 sind die Immobilienpreise um 16,9 % gefallen, was aber ausschließlich auf die bestehenden Häuser – abitazioni esistenti – zurückzuführen sei, deren Preise um 23 % gefallen sind, während es bei Neubauten – abitazioni nuove – einen geringen Anstieg von 0,7 % gab.
Häuser in Rom kosten ein Viertel weniger als vor neun Jahren. Im Jahresvergleich betrug der Preisrückgang -1,7 %, also fast das Dreifache des landesweiten Preisrückgangs. In anderen Großstädten stiegen die Preise jedoch wieder an: In Turin betrug der Zuwachs 0,5 %, in Mailand lag der Zuwachs bei 2,9 %. Als Gründe für den andauernden allgemeinen Preisrückgang werden u. a. die Konjunktur und die Besteuerung von Zweitwohnungen genannt. Aus den gleichen Gründen seien auch die Prognosen für das laufende Jahr nicht positiv. Der vollständige Bericht des Statistikamtes findet sich unter www.istat.it/it/files//2019/03/CS-abitazioni-provv-Q42018.pdf.

Spanien
El precio de la vivienda modera la subida de los últimos años y crece un 8,2%
La Vanguardia online vom 18. Februar 2019
ps. Die Preise stiegen gemäß Artikelüberschrift im Jahr 2018 moderat um 8,2 %. Der Artikel bezieht sich wiederum auf Zahlen einer Statistik des Colegio de Registradores de España, also des Register-Kollegiums von Spanien. Seit Ende 2014 seien die Preise um 29,78 % gestiegen, aber immer noch 16 % unter ihren historischen Höchstständen – lejos de los máximos históricos precios de las viviendas. Die Registerführer gehen von einer Verlangsamung des Marktes hinsichtlich der Preise als auch hinsichtlich der Transaktionen aus und begründen dies mit volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Baja la euforia lautet eine Feststellung, die Euphorie geht zurück.
Ausländer haben im vergangenen Jahr 65.400 Wohnungen in Spanien gekauft. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 65.500 Einkäufen im Jahr 2017 und ist auch prozentual im Verhältnis zum Gesamtmarkt zurückgegangen, auf 12,64 % im Vergleich zu 12,9 % im Jahr 2017.
Die Nationalitäten mit der größten Kaufaktivität waren die Briten, die trotz Brexit 15,54 % der Einkäufe tätigten, gefolgt von den Deutschen (7,48 %), Franzosen (7,39 %), Belgiern (6,26 %), Schweden (5,80%) und Rumänen (5,9%). Gemäß Register-Kollegium erwarben Ausländer hauptsächlich Zweitwohnungen – segundas residencias, und ihre Einkäufe konzentrierten sich auf die Balearen, die Kanarischen Inseln und das Land Valencia.

Frankreich
Prix immobilier: le prix du m² par commune en février 2019
journaldunet.com vom 1.2.2019
km. Topaktuelle Zusammenfassung der durchschnittlichen Preise aller französischen Gemeinden mit Suchfunktionen. Zudem kann in übersichtlichen Tabellen und Diagrammen die Preisentwicklung der letzten Jahre nachvollzogen und auf einer Karte von Frankreich die hoch- bzw. niedrigpreisigen Gebiete ausgemacht werden.

Frankreich
Nice, un placement au soleil plein de Promesse
lemonde.fr vom 26.1.2019
km. Nizza hat eine attraktive Zukunft vor sich: Mit neuer Verkehrsinfrastruktur wird die Stadt am Mittelmeer dann alles haben, was Immobilienbesitzer sich wünschen. Universitätsstadt, Standort von mehreren Grandes Ecoles und dem hochkarätigen Forschungs- und Industriegebiet „Sophia Antipolis“ und zudem noch die Lage am Mittelmeer … Weiterhin sind zwei neue Viertel geplant, die „Grand Arénas“ (Geschäftsviertel) und „Nice Méridia“ (Geschäfts- und Wohnviertel), verbunden mit den neuen Tramlinien T2 und T3. Die Preise steigen deshalb aufgrund der Nachfrage und sind mittlerweile bei 5.400 Euro/m² angelangt. Geht man auf die Anhöhen, auf die collines valoises, und investiert in ein Haus mit Meerblick, ist man schnell bei 8.000 Euro / m². Am teuersten seien aktuell die Häuser am Meeresufer, die bei 12.000-15.000 Euro / m² rangieren, so Jean Malmassari, Director von Vinci Immobilier Nice / Côte d’Azur. Die Preise in Nizza sind in den letzten 10 Jahren um 9,3 % gestiegen und werden vermutlich bei diesem Preisniveau bleiben bzw. sich noch weiter erhöhen. Gerade auch an der neuen Tramlinie lohne sich eine Investition. Bei der Ferienvermietung sei die Konkurrenz mittlerweile groß, sodass die Gäste verwöhnt seien … die Flasche Wein auf dem Tisch, nahe Einkaufsmöglichkeiten und einen Stadtplan seien das mindeste, was die Feriengäste erwarten.

Spanien
El precio de la vivienda en Madrid y Barcelona crece a dos velocidades
CincoDías online vom 24. Januar 2019
ps. Im vergangenen Jahr seien die Preise für spanische Zweithandobjekte um 7,8 % gestiegen, dies sei der höchste Preisanstieg innerhalb von dreizehn Jahren. Sehr unterschiedlich war aber die Preisentwicklung in Madrid und Barcelona, so die Kernaussage von Fotocasa, einem spanischen Immobilienportal, auf das sich der Artikel bezieht. In der katalanischen Hauptstadt verteuerten sich die Wohnungen 2018 nur um 2,3 %, dagegen in Madrid um 18,7 %. Der Quadratmeter kostete durchschnittlich in Barcelona 4.427 Euro, in Madrid 3.271 Euro und landesweit 1.869 Euro. In beiden Städten seien die Preise 18 % unter dem historischen Hoch von 2007.
Ein Experte der Immobilienberatungsgesellschaft CBRE wird im Hinblick auf 2019 mit den Worten zitiert, dass sich der Markt beruhigen werde mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 4 %, auch die Nachfrage werde nachlassen.

Frankreich
Marché immobilier: tendance et évolution des prix de l’immobilier
notaires.fr vom 22.1.2019
km. Diese Website von den „Notaires de France“ gründet sich auf alle notarielle Daten Frankreichs und ist damit aktuell und realistisch. Festgestellt wird, dass das „Super-Jahr“ 2017 (960.000 Kaufverträge) 2018 noch getoppt wurde. Bereits im Oktober 2018 war man bei 957.000 Transaktionen, die Million wurde Ende 2018 jedoch nicht erreicht. Anhand von Schaubildern wird die Entwicklung seit 2000 dargestellt, klar erkennbar ist dort auch der absolute Tiefpunkt in der Immobilienbranche: die Krise 2009.
Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass auch 2019 der Markt weiterhin in diesem positiven Modus bleibt. Gründe dafür seien vorhanden: Weiterhin niedrige Zinsen, Preisanstieg im letzten Jahr + 2,7 % im Durchschnitt in Frankreich außer Paris („province“), Ausnahmen nur in Paris innerhalb der Stadtmauern („intra muros“), Bordeaux und Lyon. Zudem sei die „rotation“ bei Immobilien sehr hoch, also ein schneller Wechsel bei den Eigentümern, was einen aktiven Immobilienmarkt verheißt.

Italien
Prezzi delle case: il 2019 sarà l’anno dei primi rialzi? Operatori divisi
Ilsole24ore online vom 16. Januar 2019
ps. In diesem Artikel werden verschiedene Experten und Firmen über ihre Ansichten zum italienischen Immobilienmarkt im Jahr 2019 zitiert. In der Artikelübersicht wurde gefragt, ob das Jahr 2019 das Jahr des ersten Preisanstiegs sein wird. Die Ansichten der Marktteilnehmer gehen etwas auseinander, „Operatori divisi“, aber niemand spricht von einem breiten Preisanstieg über alle Segmente hinweg. Man hofft auf mehr Immobilientransaktionen, außerdem wird den großen Städten eine etwas positivere Entwicklung vorausgesagt, wenn auch nur mit leicht steigenden Preisen. Im Artikel entsteht der Eindruck, dass sich viele Marktteilnehmer damit trösten, dass es wenigstens mehr Verkäufe und Käufe geben dürfte. Zwischen leicht steigenden Preisen in manchen Teilbereichen und einer allgemeinen Stagnation bewegen sich die Preisprognosen. Daraus lässt sich schließen, dass sich Käufer weiterhin nicht beeilen müssen und Verkäufer auch weiterhin auf eine klare und eindeutige Trendwende zu einem starken Aufwärtsschwung warten müssen.
Verantwortlich bzw. auch maßgeblich für die weitere Entwicklung des Immobilienmarktes werden die politischen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse gemacht bzw. angesehen. Il desiderio di acquistare casa è sempre vivo, dass der Wunsch ein Haus zu kaufen immer lebendig sei, äußert sich ein Experte. Doch die augenblickliche politische und volkswirtschaftliche Situation in Italien hilft nicht wirklich, diesen Wunsch zu realisieren, auch nicht die sehr niedrigen Kreditzinsen, wird man anmerken müssen.

Frankreich
Immobilier: Paris absente du top 10 des villes les plus attractives d’Europa
lefigaro.fr vom 7. Dezember 2018
km. Paris war immer mit an der Spitze der attraktivsten Städte auf dem Immobilienmarkt. Auch nach der Wahl Emmanuel Macrons zum Präsidenten haben viele internationale Investoren in Frankreich und gerade auch in der Hauptstadt investiert. Seit Juni 2018 haben jedoch die „gilets jaunes“, die sog. „Gelbwesten“, mit ihren gewalttätigen Demonstrationen die Hauptstadt fest im Griff. Waren es 2015 noch 13,5 Milliarden Euro an Investitionen, sind es aktuell nur noch sechs Milliarden im dritten Trimester 2018. Tatsächlich ist London nun mit mehr als 15 Milliarden Euro an erster Stelle. Man hofft, das Pariser Image in den nächsten Monaten aufpolieren zu können. Insbesondere die Idee des „Grand Paris“, ein Projekt zur Reform der Struktur des Ballungsraums Paris, um „die Lebenswelt der Einwohner zu verbessern, die territorialen Ungleichheiten zu korrigieren und um eine nachhaltige Stadt zu schaffen“, soll Investoren wieder anlocken.

Frankreich
Nîmes: un marché immobilier en phase de redémarrage
lemonde.fr vom 1. Dezember 2018
km. In Nîmes, der jahrtausendealten Großstadt im Süden von Frankreich, ist der Immobilienmarkt gerade am Beginn eines Aufschwungs. Teures Pflaster wechselt sich ab mit sehr armen Gegenden, aber insgesamt seien gerade jetzt gute Immobiliengeschäfte zu machen. Nîmes sei sehr von der Krise Anfang des Jahrtausends gebeutelt worden und erst seit Mitte 2017 erhole sich der Immobilienmarkt, langsam zwar und nicht „euphorisch“, so Corinne Ponce, Direktorin der Immobilienagentur Ponce Immobilier. Genau der richtige Zeitpunkt für Investitionen: Im Stadtzentrum liegt der Quadratmeterpreis laut meilleuragents.com für Wohnungen bei 1 684 Euro/m² und für ein Haus bei 2 170 Euro/m². Aber Achtung – der Immobilienmarkt in Nîmes sei wie ein „Leopard“: Teure und arme Wohngegenden wechseln sich schnell ab, wie schwarze und gelbe Flecken auf dem Stadtplan. Zwei Viertel seien besonders interessant für Investoren: Der Quai de la Fontaine bis zum oberen Teil der Avenue Jean-Jaurès im Nordwesten sowie im Südosten die Esplanade, Feuchères und Carnot. Je näher man der berühmten Arena rückt, desto teurer die Immobilien.

Spanien
Vuelve el fantasma de las tasaciones infladas en la vivienda
Elpais.com vom 1. Dezember 2018ps. Das Schreckgespenst aufgeblähter Hypotheken kehre wieder, lautet die Überschrift. Damit sind Hypotheken für den gesamten Kaufpreis einer Wohnung oder eines Hauses gemeint – 100 % de la compra de una vivienda. Aufgeblähte Schätzungen – tasaciones infladas – seien eine Gefahr, die dadurch hervorgerufen werde, dass nun wieder Hypotheken verkauft werden müssen, solange die Zeit so gut ist wie jetzt. Aber genau dies sei der Fehler in den Jahren des Booms gewesen, als die Wohnungen 30 % überbewertet worden seien. Man nenne sie auch soziale Hypotheken, weil sie für junge Leute gedacht seien, damit sie eine Wohnung finanzieren können – „hipotecas sociales para jóvenes“. Dies führe auch zu steigenden Preisen. In der Regel finanzieren spanische Banken 80 Prozent des Kaufpreises, 20 Prozent sollten die Käufer als Eigenkapital zur Verfügung haben. Wenn die
Käufer aber kein Eigenkapital haben, was dann? Der Gutachter schätzt den Wert der Immobilie so hoch ein, dass 80 Prozent des geschätzten Wertes der Immobilie 100 Prozent des Kaufpreises entspricht, sodass dann die Bank 80 Prozent des geschätzten Wertes als Kredit gibt und damit 100 Prozent des Kaufpreises finanziert sind. Es sei natürlich falsch, wenn man glauben würde, dass alle diese Immobilien 20 Prozent mehr wert wären als dafür bezahlt werde, merkt ein Experte an. Makler und Vermittler würden mit Gutachtern zusammenarbeiten, die wüssten, um welchen Kaufpreis es geht und entsprechend schätzen. Die Finanzierungsvermittler hätten Banken an der Hand, die mitmachen, sie nennen sich Spezialisten für Hypotheken zu 100 % – „Especialistas en hipotecas al 100 %“. Der Banco de España sieht laut Artikel keine missbräuchlichen Schätzungen. Aber es soll nun Überprüfungen von Schätzwerten vor Ort geben.

Italien
Effetto spread sull’immobiliare? Nel 2018 acquisti +5,6 % e prezzi –1 %
Ilsole24ore online vom 28. November 2018
ps. Dieser Artikel mit der Überschrift beziehungsweise der Frage eines Spread­Effektes beim Immobilienmarkt, einerseits bei der steigenden Zahl der Transaktionen und andererseits mit einem geringen Preisrückgang, ist wohl schon als Rückblick auf das Jahr 2018 gedacht. Als Ursachen für die ausgebliebene Erholung des Immobilienmarktes für Wohnungen wird die finanzielle und konjunkturelle Unsicherheit vermutet – incertezza finanziaria e congiunturale. Zwar hat das Umsatzwachstum angehalten, aber die Preise sind dennoch um 0,9 Prozent gefallen. Dagegen wuchs der Mietmarkt bezogen auf kurzfristige Mietverhältnisse – cresce il mercato delle locazioni in un contesto condizionato dagli affitti brevi – insbesondere in den Großstädten. Dies ergibt sich aus dem dritten Bericht über den Immobilienmarkt 2018 des Forschungsinstitutes Nomisma. Das Institut aus Bologna schätzt, dass über zwei Millionen Familien Wohnungen und Häuser suchen, teils zum Mieten, teils zum Kaufen. Auch bei Ladenflächen und Büroräumen gab es einen leichten Preisrückgang.

Italien
Immobili: per i notai +10 % le compravendite nel primo semestre 2018
Ilsole24ore online vom 27. November 2018
ps. Im ersten Halbjahr 2018 registrierten die Notare einen Anstieg von 10,72 % der Verkäufe von Immobilien jeglicher Art – compravendite di immobili di qualsiasi genere. Aber es gibt einen dauerhaften Preisrückgang – una continua riduzione dei prezzi. Der durchschnittliche Verkaufspreis sank von 147 000 Euro auf 126 512 Euro, was einen Rückgang von circa fünf Prozent darstellt. Diese Zahlen stammen vom Rapporto Dati Statistici Notarili relativo al primo semestre 2018, also bezogen auf das erste Halbjahr 2018. Den gesamten Rapport findet man auf der Notarseite der italienischen Notarkammer unter www.notariato. it/it. Weitere Themen im Rapport sind landwirtschaftliche Flächen, Hauptwohnsitze und die Unterscheidung von Wohnungen und Häusern nach den Kriterien A2, A3 usw.

Spanien
En la costa o en los alrededores de Madrid y Barcelona: estas son las ciudades donde más sube la vivienda
Elpais.com vom 22. November 2018
ps. Der durchschnittliche Wohnungspreis sei im III. Quartal um 3,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bezogen auf Gesamtspanien angestiegen, auf circa 1 589 Euro je m². Am höchsten seien die Wohnungspreise in den Regionen Madrid und Barcelona gestiegen, in der Spitze bis über 15 %. Allerdings werden diese Zahlen von Wertgutachten abgeleitet und geben die Marktverhältnisse nicht gut wieder, da es in Spanien unterschiedliche Preisentwicklungen gibt. Herausgegeben werden die geschätzten Zahlen vom Ministerio de Fomento in Madrid (der Bericht des Ministeriums findet sich unter www.fomento. gob.es/el­ministerio/sala­de­prensa/noti cias). Im Jahresvergleich gibt es elf Comunidades Autónomas – CCAA, in denen die Preise gestiegen sind, davon am höchsten in Madrid (8,3 %), La Rioja (6,0 %), Baleares (5,2 %), Cataluña (4,8 %), Canarias (4,7 %) und Andalucía (3,7 %). Im Gegensatz dazu gibt es sieben CCAA mit Preisrückgängen, davon die höchsten in Cantabria (–2,7 %), Galicia (–1,7 %), País Vasco (–1,2 %) und Asturias (–0,9 %).

Frankreich
Immobilier: Lille nouvelle étoile du Nord
lemonde.fr vom 3. November 2018
km. Es gibt einen neuen Stern am Immobilienhimmel: Lille. Diese Stadt im Norden möchte eine neue europäische Metropole werden mit vielen neuen Bauprojekten für Büros, Geschäfte und Wohnungen. Die Hauptstadt des départements Hauts-de-France hat eine dynamische Struktur und ist die zweitgrößte Studentenstadt Frankreichs. „Die Preise variieren zwischen 2 800 und 4 500 Euro/m²“, so Philippe Vilanoba, Direktor Nord­Pasde­Calais der Immobiliengruppe Eiffage. In den letzten zehn Jahren seien die Immobilienpreise um 20,4 % gestiegen. Insbesondere das Quartier Wazemmes sei interessant, so Agathe Hennion­Croccel von Cogedim (Immobilienfirma) Hauts­de France. Man fände dort Angebote von 3 250 Euro/m². Ebenso interessant seien die Viertel Bois Blanx und Moulins.

Italien
Case, per l’Istat prezzi crollati del 15,8% in otto anni
Ilsole24ore online vom 4. Oktober 2018
ps. Gemäß dem italienischen Statistikamt ISTAT sind die Hauspreise über den Zeitraum
von acht Jahren um 15,8 % gefallen oder auch abgestürzt, je nachdem man „crollati“ übersetzen will. Im Gegensatz zum Euro-Raum und anderen EU-Ländern ist Italien auch eines der wenigen Länder, deren Immobilienpreise aktuell stagnieren oder zurückgehen, so Eurostat.
Anmerken lässt sich, dass der Wertverlust noch höher wäre, wenn man noch einige Jahre vor 2010 hinzunehmen würde, da die Finanz- und Immobilienkrise schon 2007/2008 startete. Im Vergleich zum Vorquartal dieses Jahres stieg der Preisindex um 0,7 %, im Vergleich zum Vorjahresquartal fiel er aber um 0,2 %.

Italien
Nuova battuta d’arresto per i prezzi delle case: –1,4 % nel III trim 2018
Idealista.it vom 2. Oktober 2018
ps. Ein neuer Rückschlag – „nuova battuta d’arresto“ – bei den Hauspreisen wird auf dem Immobilienportal Idealista.it konstatiert mit Bezug auf die Preisentwicklung im III. Quartal mit einem Minus von 1,4 % zum vorhergehenden Quartal und mit einem Minus von 2,5 % auf Jahresbasis.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis betrage 1 772 Euro/qm. Insgesamt müsse man feststellen, dass die Zunahme der Käufe und Verkäufe seit 2016 nicht mit Preiserhöhungen einhergegangen sei. Die negative Entwicklung der Immobilienwerte betreffe alle italienischen Regionen mit Ausnahme von Basilicata (6 %), Molise (3,2 %) und Kalabrien (0,5 %).
Die höchsten Minuswerte gibt es in Friaul-Julisch Venetien (–3,3 %), Latium (–3 %)
und Valle d’Aosta (–2,7 %).

Spanien
La subida de precio de las casas llega a los barrios
CincoDías online vom 2. Oktober 2018
ps. Der Preisanstieg bei den Häusern erreicht nun auch die Außenviertel, wird in der Überschrift mitgeteilt. In den Vorstädten fallen diese zwischenzeitlich höher aus als in den Zentren. Im dritten Quartal stiegen die Preise spanienweit um 4,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im letzten Jahr und in der Peripherie stärker als in den Zentren von Madrid, Barcelona, Sevilla, Saragossa und Valencia. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis beträgt
gemäß Bewertungsgesellschaft TINSA 1 317 Euro/qm. Mit Ausnahme von Kantabrien sind die Preise im letzten Jahr in allen Comunidades Autónomas angestiegen.

Frankreich
Prix immobilier: les grandes villes toujours plus chères, les villes moyennes plombées!
seloger.com vom 24.9.2018
km. Die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt geht in alle Richtungen oder, wie Michel Mouillart, Sprecher des baromètre LPI-SeLoger, sagt: „parmi les villes françaises de plus de 100 000 habitants, la situation est contrastée …“
Wir haben einerseits Städte wie Besançon, die im Vergleich zum Vorjahr bei –6,9 % und damit nur noch bei 1 934 Euro/qm liegen, und auch Brest gehört mit –3 % (1 705 Euro/qm) zu den Schlusslichtern.
An der Côte jedoch ist der Markt weiterhin sehr gut: Metropole Nice/Côte Azur verzeichnet 4 047 Euro/qm (Wohnungen) und 5 393 Euro/qm (Häuser), und damit ein Plus von 0,1 % bzw. 5,1 %. Aix-Marseille-Provence hat ebenfalls eine leichte Preissteigerung zu vermelden und
liegt bei 3 030 Euro/qm (Wohnungen) und 4 136 Euro/qm (Häuser). Auch bei Montpellier Méditerranée Metropole zog der Markt leicht an. Hier muss man bei Wohnungen mit einem Preis von 3 190 Euro/qm rechnen, bei Häusern sind es 3 743 Euro/qm. Insgesamt beträgt der
Durchschnitt in ganz Frankreich zum Vergleich 3 653 Euro/qm. Im Sommer sind die Transaktionen jedoch um –7,8 % gesunken (Juni, Juli, August), was typisch für die Ferienmonate ist. Interessant auch der Verhandlungsspielraum: um 5 % im Languedoc-Roussillon, in der Basse-Normandie und in der Bretagne. Um 3 % lässt sich in den Midi-Pyrénées, im Alsace, in der Franche-Comté und in der Region Rhône-Alpes der Preis verhandeln.

Frankreich
Les prix de l’immobilier devraient atterrir en douceur à travers l’Europe
Immobilier.lefigaro.fr vom 4.9.2018
km. Gemäß der neusten Untersuchung von Standard & Poor’s, der amerikanischen eKredit-Ratingagentur, wird der europäische Immobilien-Höhenflug in den nächsten drei Jahren „sanft landen“ („soft landing“).
Also kein Sturzflug nach unten, aber stetig nach unten, so die Vorhersage für die nächsten drei Jahre. Dies gelte insbesondere für Frankreich: Nach historischen Höchstmarken wird sich das Land mit einem moderaten Plus von etwa 2 % begnügen. Die Niederlanden dagegen, Portugal – übrigens sehr beliebt bei den Franzosen für Ferienimmobilien – und Irland werden weiterhin eine sehr gute Preisentwicklung erleben. Ein interessanter Artikel mit internationalem Vergleich der Preisentwicklung ab 2016 mit Blick in die Zukunft bis 2021.

Spanien
España vuelve a especular con la vivienda
Elpais.com vom 2. September 2018
ps. Trifft die Artikelüberschrift zu, dass Spanien wieder beginnt mit Wohnungen zu spekulieren, dann wird man dies als Warnzeichen ansehen müssen. Zwar gibt es zwischen dem Markt für Ferien- und Zweitwohnungssitze auf der einen und dem Wohnungsmarkt insgesamt auf der anderen Seite einige Unterschiede. Aber bei der letzten Spekulationswelle und dem
anschließenden Immobiliencrash waren auch beide Bereiche betroffen.
Als Grund wird u. a. der hohe Anstieg der Mieten aufgeführt. In einzelnen Städten seien diese in den letzten fünf Jahren bis zu knapp 50 Prozent gestiegen. Aber weder die Löhne noch Investitionen in die Wohnungen würden dies rechtfertigen. Allerdings fehlen genauere Zahlen über höhere Mieten. Jedenfalls muss laut OECD in Spanien ein besonders hoher Anteil des
Lohnes für die Miete weggegeben werden. Berücksichtige man die Inflation, seien die Mieten aber um fast ein Drittel niedriger als 2007. Andererseits gebe es wegen der steigenden Beschäftigungszahlen und der niedrigen Zinsen mehr Kaufinteresse.
Hinzu kommen u. a. auch aus steuerlichen Gründen Großinvestoren, die große Wohnungskontingente übernehmen. Insgesamt gesehen habe sich die spanische
Gesetzgebung beim Mietrecht den Investoren angepasst. Besonders betroffen von
touristischer Vermietung seien die sehr teuren Städte wie Madrid, Barcelona, Sevilla, Palma oder Valencia. Als Schuldige werden auch manche agentes inmobiliarios genannt, die zehn Prozent der laufenden Mieten kassieren würden.
Es werden aber auch Gründe gegen eine neue Blase – burbuja – genannt. Nicht die Mieten seien hoch, sondern die Löhne zu niedrig – los bajos salarios. In diesem Artikel werden dann verschiedene Konzepte erwähnt, die dieser Preisentwicklung entgegenwirken sollen. Außerdem werden bei Barcelona schon Anzeichen einer „Erschöpfung“ – muestras de agotamiento –
gesehen. Wenn allerdings die Banken wieder einen Kaufpreis zu 100 Prozent mittels Hypothek finanzieren, würden die Preise nicht so schnell wieder sinken.
Die spanische Regierung will nun mit gesetzlichen Vorschriften gegen Mietmissbrauch
vorgehen und den Gemeinden eine Art Deckelung der Mieten ermöglichen – poner techo a las subidas abusivas.

Frankreich
Le baromètre immobilier des notaires
barometre.immobilier.notaires.fr vom 7.8.2018
km. Auf dieser Seite laufen alle Transaktionspreise aller Notare in Frankreich zusammen. Detaillierte Ansichten über Preisentwicklungen pro Stadt oder Region mit einem Vergleich, Ausblick und Marktanalyse werden über ein Barometer gleich mitgeliefert. Aktueller Spitzenreiter (Paris ausgenommen) ist Bordeaux mit einer Preissteigerung von unglaublichen 12,5 % seit einem Jahr pro Quadratmeter auf dem Wohnungsmarkt und immerhin 9,4 % bei Häusern. In Euro ausgedrückt bedeutet dies heute einen Durchschnittspreis von 3 780 Euro/m² bei Wohnungen und 305 200 Euro für ein Haus. Auch in Nice und Montpellier haben die Preise sich nach oben entwickelt, mit einer Preissteigerung seit einem Jahr von drei Prozent bei Wohnungen in Nice und 2,7 % in Montpellier.
Die Tendenz auf dem Barometer in der Region Var geht deutlich in Richtung „hétérogène“, sprich keine gleichmäßige Verteilung von Angebot und Nachfrage, sondern mehr Nachfrage als Angebot, was also steigende Preise verheißt.

Spanien
El precio de la vivienda de segunda mano sube un 0,7 % en julio
Fotocasa.es vom 6. August 2018
ps. In dieser Pressemitteilung des Immobilienportals fotocasa.es wird der Preisanstieg im Juli dieses Jahres bei Wohnungen aus zweiter Hand mit 0,7 % beziffert. Dies ist eine Momentaufnahme, die aufs Jahr hochgerechnet einen Preisanstieg von 8,4 % bedeuten würde. Im tatsächlichen Jahresvergleich beträgt die Preissteigerung sieben Prozent, dies sei der höchste Anstieg seit April 2007 (kurz vor dem Absturz). Bezogen auf die Comunidades Autónomas ist die monatliche Entwicklung aber unterschiedlich, nämlich steigende Preise in zehn und fallende Preise in fünf Comunidades. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für spanische Wohnungen aus zweiter Hand beträgt laut Fotocasa 1 818 Euro. Die preisliche Entwicklung ist wie schon erwähnt unterschiedlich, an der Spitze liegen Madrid, Katalonien und die Inseln – las subidas son muy intensas.
Zuletzt wird in der Pressemitteilung wieder einmal Bezug genommen auf den durchschnittlichen Preisrückgang
bei gebrauchten Objekten im Vergleich zum historischen Höchststand, den es laut Fotocasa im April 2007 gegeben hat: Ein Rückgang von 38,4 % – caída de –38,4 % – bzw. von 2 952 Euro auf 1 818 Euro je Quadratmeter.

Spanien
El precio de la vivienda de segunda mano sube un 5,25 % interanual
Elmundo.es vom 2. August 2018
ps. Wohnungen aus zweiter Hand sind im Jahresvergleich um 5,25 % teurer geworden, so lautet die Überschrift. Gemeint ist der Wertzuwachs von Juni 2017 auf Juni 2018. Die Zahl stammt aus dem Monatsbericht des Immobilienportals pisos.com. Bezogen auf die Regionen gibt es aber seit geraumer Zeit große Unterschiede.
Der – wenig aussagekräftige – durchschnittliche Quadratmeterpreis beläuft sich in Spanien auf 1 605 Euro, im Vergleich zum Vormonat eine Steigerung von 0,56 %. Das Baskenland, die Balearen und Madrid sind die „comunidades“ mit dem höchsten Quadratmeterpreis, die Extremadura, Castilla-La Mancha und Murcia die billigsten. Es werde auch weiterhin Unterschiede bei der Preisentwicklung geben, wird Para Ferran Font, „director
de estudios de pisos.com“, zitiert. Für die Preisentwicklung werde auch wichtig sein, was an Baugrundstücken für Neubauten zur Verfügung gestellt wird – gestión del suelo urbanizable dedicado a levanter promociones de obra nueva, aber auch die Wiederbelebung der Förderung von Sozialwohnungen. Gemäß piso.com werden sich die Preisanstiege fortsetzen. Verantwortlich dafür seien mehr Nachfrage als Angebot, mehr Kreditfinanzierungen und das spanische Wirtschaftswachstum. Im Hinblick auf die Dauer eines Verkaufs sei festzustellen, dass dieser durchschnittlich sieben Monate dauere, aber nur drei Monate in Madrid und Barcelona. Dagegen dauere es mehr als zwölf Monate in Cantabria, Galicia, Castilla-La Mancha, Castilla y León und Extremadura.

Italien
Casa, in aumento vendite e mutui ma calano i prezzi
Ilsole24ore online vom 27. Juli 2018
ps. Nicht neu, aber eben weiterhin richtig ist die Wasserstandsmeldung über den italienischen Immobilienmarkt mit der Feststellung steigender Verkäufe und Hypotheken, aber niedrigerer Preise. Obwohl die Zahl der Transaktionen bei Wohnimmobilien aus zweiter Hand seit längerer Zeit zunimmt und dies als Indiz für kommende Preissteigerungen gilt, gibt es diesen Preisanstieg gerade nicht. Der Ziegelmarkt, mercato del mattone, sei noch nicht völlig gesundet – non è ancora in piena salute.
Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht des Nationalen Notarrates – Consiglio nazionale del notariato. Grundlage waren die Zahlen von 2016 und 2017. Im Jahr 2016 betrug der mittlere Verkaufspreis – valore medio delle compravendite – etwas über 148 000 Euro, im Jahr 2017 nur noch etwas über 126 000 Euro.
Der Bericht des Notarrates – Rapporto Dati Statistici Notarili (DSN) – findet sich unter www.notariato.it.

Frankreich
Analyse du marché immobilier
Notaires.fr vom 31.7.2018
km. Detailliert und statistisch mit allen verfügbaren Zahlen hinterlegt wird der Immobilienmarkt des ersten halben Jahres untersucht. 953 000 Immobilien-Transaktionen wurden in den letzten zwölf Monaten durchgeführt, das sind sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Markt kann also aufatmen. Interessant ist in einer der dargestellten Grafiken: Absoluter Tiefstand der Transaktionen war im August 2009 in der Finanzkrise. Im Februar 2012 war erst der Stand davor wieder erreicht und erst Ende 2016 ging die Zahl der Verkäufe weiter nach oben. Weiterhin werden im Einzelnen der Markt in der Bretagne und in Bordeaux untersucht. In der Bretagne wurde 2017 ein noch nie dagewesener hoher Wert ermittelt, der zwar ein wenig abgenommen hat, aber 2018 immer noch beeindruckend hoch ist. Es soll auch so bleiben: Die Zinsen, der Arbeitsmarkt und das Wachstum sprechen dafür.

Italien
Prezzi delle case ancora giù anche nel 2018
Ilsole24ore online vom 9. Juli 2018
ps. Dieser im Artikel zitierte Satz ist nun seit längerer Zeit fast schon zu einer Standardfloskel geworden: „Prezzi delle case ancora in calo anche all’inizio del 2018.“ Dass die Immobilienpreise zurückgehen, wenn auch nur in einem geringen Ausmaß, kann auch ein Indiz dafür sein, dass die italienische Volkswirtschaft nicht in Fahrt kommt. Der Indice dei prezzi delle abitazioni (IPAB) acquistate dalle famiglie verringerte sich gemäß nota l’Istituto di Statistica – um 0,1 % zum vorhergehenden Quartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind die Immobilienpreise im I. Quartal 2018 um 0,4 % gesunken.

Italien
Fimaa: nelle grandi città prezzi in lieve ripresa. Ma la media italiana è negativa
Ilsole24ore online vom 4. Juni 2018
ps. Die F.I.M.A.A. – Federazione Italiana Mediatori Agenti d’Affari – ist ein Handelsverband u. a. auch für Immobilienvermittler und stellt eine leichte Erholung der Immobilienpreise in den großen Städten fest. Im landesweiten Durchschnitt ist eine negative Tendenz festzustellen.
Damit hat sich die seit einiger Zeit wahrscheinliche Stagnation der Preise etabliert. Dies ist nicht neu. Die Schuld trägt nach Ansicht der Organisation insbesondere die fiskalische Belastung – soprattutto a causa del peso fiscale.
Nicht neu ist auch, dass die Zahl der Käufe und Verkäufe zugenommen hat, wobei sich der Artikel auf das I. Quartal 2018 bezieht. Zu einem Aufschwung auf dem Immobilienmarkt hat es aber offensichtlich nicht gereicht.
Mit fiskalischer Belastung ist insbesondere die für Hauseigentümer maßgebliche IUC (also die Summe von Imu, Tasi und Tari) gemeint. Darüber hinaus werden das langsame und schmerzhafte Wirtschaftswachstum – la lenta e sofferta crescita economica, die Arbeitslosigkeit junger Menschen und das fehlende Vertrauen der Familien in die Zukunft und die unsichere Politik als negative Faktoren aufgeführt.
Mit der erfolgten Regierungsbildung könnten all diese Feststellungen schon überholt sein, wird man anmerken können. Die Rahmenbedingungen für den Immobilienmarkt könnten sich noch verschlechtern. Denn die Ungewissheit, was von politischer Seite noch alles kommen wird, hat sich eher noch erhöht.

Frankreich
lesechos.fr vom 8.6.2018
Immobilier: en Ile-de-France la hausse de prix de faible pas
km. Aktuelle Zahlen für ganz Frankreich freuen den Immobilienbesitzer: eine Preissteigerung insgesamt im gesamten Land von 3,5 % seit einem Jahr, davon 4,3 % für Wohnungen und 2,9 % für Häuser.
In einer am 7.6.2018 veröffentlichen Stellungnahme der Notare liegt die Zahl der Transaktionen weithin gleich, aber die Preise seien aufsteigend – und dies nicht nur in Paris und l’Ile-de France, sondern insgesamt in ganz Frankreich. Natürlich haben die Preise in der Hauptstadt immer einen Sonderstatus, hier sind es +7,5 %. Auch weitere Großstädte wie Bordeaux, Lyon und Rennes (TGV-Strecke nun ausgebaut) profitieren von der Preisentwicklung.

Spanien
El precio de la vivienda crece más de un 3 % en mayo, según pisos.com
elEconomista.es vom 31.5.2018
ps. Mit Bezug auf das online-Portal pisos.com wird von einem durchschnittlichen Preisanstieg im Mai dieses Jahres von 3 % gesprochen. Dies ist aber nicht der Preisanstieg von April auf Mai, sondern im Vergleich zum
Vorjahresmonat Mai. Der durchschnittliche Quadratmeter-Preis für Wohnungen betrage 1 589 Euro.
Im Mai seien die teuersten Regionen País Vasco (2 650 Euro), Baleares (3 572 Euro) und Madrid (2 125 Euro), die billigsten Castilla-La Mancha (876 Euro), Extremadura (1 029 Euro) und Murcia (1 108 Euro).
Die größten Preisanstiege im Vergleich zum Vorjahr wurden für die Balearen (12,7 %), Kanaren (12,4 %) und Katalonien (11,8 %) festgestellt. Im Gegensatz dazu fielen die Preise am stärksten in Aragón (–6,1 %), Murcia (–4,9 %) und in der Extremadura (–4,4 %). Angesprochen wurde im Artikel „la tímida vuelta“ de las hipotecas al 100 % – also die Furcht vor der Rückkehr von 100 %-Hypotheken. Die Immobilienkäufer würden zwischenzeitlich verantwortungsvoller mit ihren Finanzen umgehen, so der Direktor der „estudios de pisos.com“.

Frankreich
Lemonde.fr vom 29.5.2018
Vers une hausse de frais de notaires?
km. Frankreichs Notare fordern eine (bescheidene) Erhöhung ihrer Gebühren. Bei einem Kauf fallen 7–8 % frais de notaires an. Viele Käufer schlucken und fragen, welche weiteren Steuern und Gebühren denn daneben noch auf sie zukommen. Die Antwort lautet: keine. Der Name ist irreführend und beinhaltet alle Nebenkosten des Kaufes. Tatsächlich erhält der Notar nur 1,3 % des Kaufpreises und die übrigen sind Grunderwerbsteuer und andere Gebühren. Nun fordern die Notare wenigstens 1,5 %. Die Forderung komme zur Unzeit, meinen viele, denn die Zinsen werden nächstes Jahr wieder höher, und aufgrund der schrittweisen Streichung der taxe d’habitation kann davon ausgegangen werden, dass die Grundsteuern steigen werden, damit die Kommunen mehr Geld erhalten. Insgesamt könnten also selbst durch diese moderate Forderung Käufer vom Kauf abgehalten werden.

Italien
Askanews online vom 18. Mai 2018
Casa, Bankitalia: in I trim prezzi stabili, si rafforza la domanda
ps. Stabile Preise und verstärkte Nachfrage im ersten Quartal dieses Jahres – „prezzi stabili per gli immobili e rafforzamento della domanda“ – ergeben sich aus einer Konjunkturumfrage der Banca d’Italia.
80 Prozent der Käufer wurden mit Hypotheken fremdfinanziert – „la quota delle compravendite finanziate tramite mutui ipotecari“, die Immobilien werden durchschnittlich mit 75 Prozent beliehen. Die Marktteilnehmer sind für den Immobilienmarkt durchaus positiv gestimmt, sowohl mittel- als auch kurzfristig, wenn auch nicht mehr so optimistisch wie im vorhergehenden Quartal – „sono rimaste favorevoli, su un orizzonte sia di breve sia di medio termine, seppure in misura lievemente inferiore rispetto al trimester precedente“.
Trotz dieser optimistischen Prognosen ist anzumerken, dass die politische Entwicklung den Immobilienmarkt zumindest verunsichern könnte.
Spanien
El precio de la vivienda calienta el temor a una nueva burbuja inmobiliaria
El País vom 14. April 2018
ps. Die Immobilienpreise sind in 2017 und Anfang 2018 vergleichsweise stark angestiegen. Deshalb lautet auch die Überschrift, dass die Wohnungspreise die Furcht vor einer neuen Immobilienblase – burbuja inmobiliaria – ansteigen lassen. Der starke Anstieg der Anzahl der Verkäufe und der Preise lassen erste Warnungen über Marktexzesse – excesos en el mercado – auftauchen. Auch die Mieten seien stark angestiegen. Zwar beträgt laut TINSA der Anstieg der Preise im Jahresvergleich landesweit nur 3,8 %; in Madrid (17 %), Barcelona (11 %) und Palma de Mallorca (14,7 %) sei aber der Anstieg zweistellig gewesen. Im Jahr 2017 habe es den größten Preisanstieg seit 2017 gegeben. Im Artikel werden auch andere Meinungen zitiert, wonach man von einer Immobilienblase weit entfernt sei und es keinen Grund für Preisrückgänge gebe – muy lejos de una burbuja y tampoco hay ninguna razón para que los precios bajen.
Es handle sich um die Gentrifizierung der Städte. Außerdem werden Experten zitiert, die im Hinblick auf Madrid und Barcelona zwischen den verschiedenen Stadtteilen differenzieren wollen. Es gebe eine Überhitzung in einigen Stadtteilen – sobrecalentamiento de algunas zonas muy concretas, wird ein Experte der Bewertungsgesellschaft
TINSA zitiert. Auch würden in diesen Großstädten Wohnungsgesellschaften hohe Volumina an Wohnungen zur Vermietung aufkaufen. Gute Chancen werden noch Sevilla und Valencia eingeräumt. Als Resümee kann man wohl die Feststellung nehmen, dass sich der Wohnungsmarkt mit zweierlei Geschwindigkeiten entwickelt – mercado residencial evoluciona a diferentes velocidades.

Frankreich
Ce printemps de l’immobilier va-t-il durer?
lavieimmo.com vom 11. April 2018
km. Dieser Frühlingsschwung, den der französische Markt gerade erlebt, wird er andauern? Diese Frage stellen sich Pascal Bonnefille, Geschäftsführer von „Immoweek“, Pierre Chevillard von pap.fr und Marie Coerderoy von BFM Business in der Sendung vom 11.4.2018. Trotz extrem niedriger Zinsen geht die Anzahl der Kreditanfragen zurück … und auch die Anzahl der Transaktionen? Exzellente Kreditbedingungen für Käufer und sogar weiteren Verhandlungsspielraum für Banken versprechen jedoch eine gute Basis für Immobilienkäufe. Der Mai 2018 werde
deshalb noch besser als 2017, wobei zu beachten sei, dass aufgrund des Wahljahres letztes Jahr die Käufer zunächst abgewartet haben. Insofern sei die Zahl von Mai 2017 auch vor diesem Hintergrund zu sehen.

Frankreich
Comment faire pour agrandir sa maison?
Lefigaro.fr vom 7. April 2018
km. Das Haus ist schön, aber vielleicht einen Tick zu klein? Statt umzuziehen, kann angebaut werden. Der Artikel befasst sich mit der finanziellen Seite des Ausbaus: man müsse etwa 1 500–2 000 Euro pro Quadratmeter an Kosten rechnen. Hinzu komme der Architekt (ca. 15 % der Baukosten), die Bodenprüfung (bis 2 500 Euro), ggf. einen Bauingenieur/Statiker (bis 3 500 Euro), die Bauschäden-Haftpflichtversicherung dommages-ouvrages (bis 4 % der Baukosten) und die Taxe d’aménagement. Auch nach Fertigstellung solle nicht vergessen werden, dass der katastermäßige Mietwert sich verändert hat und damit eine Mitteilung an das Finanzamt (Erhöhung der Wohnsteuer/Grundsteuer …) notwendig ist (Formular Cerfa Nr. 10517*02IL). Auch die multirisque-habitation-Versicherung muss ggf. ergänzt werden, sonst riskiert man, dass dieser Gebäudeteil nicht versichert ist. Finanzielle Unterstützung durch Kredite kann ggf. durch den prêt à taux zéro (PTZ) gewährt werden, durch Prämien der ANAH (L’Agence nationale de l’habitat) und den Kredit „agrandissement“, der in Höhe von 10 000 Euro von „Action logement“ für Angestellte gewährt wird.

Italien
Casa: Confedilizia,prezzi continuano a calare solo in Italia
ANSA vom 6. April 2018
ps. Diese Überschrift eines Artikels der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bezieht sich auf das Statistikamt, das feststellt, dass Italien das einzige Land sei, in dem die Immobilienpreise weiterhin fallen. Confedizilia – Confederazione italiana proprietà edilizia, ein italienischer Hauseigentümerverein, verlangt, dass deshalb am Immobilienmarkt interveniert wird, und hat dazu ein Manifest mit zehn Punkten – manifesto di 10 proposte per il rilancio del settore immobiliare – an das neue Parlament gerichtet. Millionen von Familien würden wegen der fallenden Preise verarmen – impoverendo i risparmi di milioni di famiglie, in vielen Fällen müssten Häuser verschleudert werden.
Anzumerken ist, dass es sich um eine sehr drastische Wortwahl handelt, die in mancher Hinsicht eine gewisse Berechtigung haben mag. Als generelle Einschätzung für den gesamten italienischen Immobilienmarkt wäre dies aber nicht gerechtfertigt. Vielleicht lassen sich aber Politiker mit solchen Formulierungen eher überreden, dem Immobiliensektor auf die Beine zu helfen.

Frankreich
Baromètre immobilier
www.barometre.immobilier.notaires.fr vom März 2018
km. Aktuell an der Spitze (nach Paris) steht Nizza mit 3 610 Euro/m² bei einer Altbauwohnung und 465 000 Euro Durchschnittspreis pro Altbauhaus. Bordeaux verzeichnet den gleichen Wert im Altbau und 298 200 Euro bei Häusern. Marseille ist an 10. Stelle bei den Wohnungen (2 300 Euro/m²) und an dritter bei den Häusern (310 000 Euro).

Spanien
El mercado inmobiliario se recupera, pero estamos lejos de los niveles de los años del boom
Immobilienportal Fotocasa.es vom 13. Februar 2018
ps. Das Fazit der Pressemitteilung lautet, dass sich der Immobilienmarkt erholt, aber man noch weit entfernt sei vom Niveau der Boom-Jahre. Zugenommen hat die Zahl der Käufe und Verkäufe um 14,6 %, der höchste Anstieg seit 2008, so die Feststellung des spanischen Statistikamtes.
Fotocasa führt die positive Entwicklung auf das Wirtschaftswachstum und die höhere Beschäftigung zurück. Die Preise seien übers Jahr 2017 um 5,1 % gestiegen, dies sei der höchste Anstieg seit 2007. Der Wohnungsmarkt entwickle sich langsam und moderat – „de forma lenta y moderada”, erklärt die für die Studie zuständige Fotocasa- Direktorin Beatriz. Sie weist darauf hin, dass die Erholung des Immobilienmarktes alle comunidades autónomas betreffe, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität, an der Spitze finden sich Castilla-La Mancha mit 24,7 %, die Comunidad de Madrid mit 18,9 % und die Comunitat Valenciana 18,1 % an der Spitze.

Spanien
Las dos velocidades del precio de la vivienda en España: 12 comunidades en las que sube y 5 en las que baja
businessinsider.es vom 13.2.2018
ps. Die schon im vorigen Artikel erwähnte Studie von Fotocasa wird dahingehend interpretiert, dass es bei den Immobilienpreisen zwei Geschwindigkeiten gibt, wobei es in 12 Comunidades Autónomas steigende und in fünf CC.AA fallende Preise gibt. Zu den letzteren gehören Cantabria, Navarra, Galicia, Asturias und die Extremadura. Auf den Balearen habe es einen Preisanstieg von 16,8 % gegeben.

Spanien
El precio de la vivienda subió un 3,6% en enero
El País vom 6. Februar 2018
ps. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2017 sind die Preise spanienweit im Schnitt – subida media a nivel nacional – um 3,6 % angestiegen, wird in diesem Artikel mit Bezug auf die Bewertungsgesellschaft TINSA festgestellt. Schaut man genauer hin, gibt es bei den Teilbereichen „capitales y grandes ciudades“ einen Anstieg von 5,1 % und bei den „islas Baleares y Canarias“ von 4,1 %, In den „áreas metropolitanas“ um 3,2 %, an der „costa mediterránea“ um 3 %, in den „localidades más pequeñas“, also auf dem Dorf, um 0,9 %. Seit dem Tiefststand in der Immobilienkrise seien die Preise im Durchschnitt um 7,6 % angestiegen.
Damit seien die Preise 38,3 % unter dem Preismaximum im Jahr 2018.
Im Hinblick auf die historischen Höchstpreise an der Mittelmeerküste sei festzustellen, dass sich dieser Markt nur langsam erhole – la evolución en el mercado residencial sigue siendo lenta – und die Preise um 47 % tiefer liegen. Am besten hätten sich die Balearen und Kanaren gehalten – las regiones que mejor se han mantenido en la crisis – mit einem Rückgang von 24,1 % in den letzten zehn Jahren.

Italien
Istat, il valore delle case è salito del 76% dal 2001 a oggi
Ilsole24ore vom 1. Februar 2018
ps. Das italienische Statistikamt wird mit der Feststellung zitiert, dass der Wert der Häuser seit 2001 um 76 % gestiegen ist. Das hört sich für Hausbesitzer nicht schlecht an. Das Amt stellte aber auch fest, dass das Ergebnis zwischen 2011 und 2016 negativ war. In 2017 gab es noch einen geringen Preisrückgang. Wer kurz vor oder zu Beginn der Krise gekauft hat, dürfte einen hohen Wertverlust erlitten haben.
Diese Immobilienkrise sei insbesondere für Familien sehr hart gewesen, da diese fast ihr gesamtes Vermögen in die eigene Wohnung investiert haben. Immerhin, darauf wurde an dieser Stelle schon öfters darauf hingewiesen, hat sich aber die Zahl der Transaktionen stark erhöht. Die Frage am Ende des Artikels lautet: Wird sich das Jahr 2018 positiv auf die Hauspreise auswirken, wie es bei den Verkaufszahlen schon passiert ist? In einem Jahr wissen wir mehr, wird man anfügen können, sicherlich u. a. von der weiteren Zinsentwicklung und vom Ergebnis der Wahlen im März abhängig.

Frankreich
Pouvoir d’achat immobilier: Marseille au top, Bordaux fait flop
lefigaro.fr vom 30.1.2018
km. Der Artikel befasst sich mit der Kaufkraft bei Immobilien. Wie viele Quadratmeter Eigentum konnte sich eine Normalverdiener-Haushalt 2011 leisten, wie viel heute? In welchen Städten ist sie zurückgegangen, in welchen gestiegen? Im Vergleich zu 2011 schneidet beispielsweise Strasbourg gut ab: 2011 konnte sich ein Haushalt 40 m² leisten, heute 28 % mehr, nämlich 51 m². In Paris sind es, wen wundert es, nur 22 m², dagegen sind es in Marseille sogar 55 m².

Italien
Casa, nel 2017 prezzi di vendita in lieve calo
Corriere della Sera vom 18. Januar 2018
ps. Die Immobilienpreise sind im Jahr 2017 um durchschnittlich 0,5 % gefallen. Damit sei eine gewisse Stabilität erreicht – raggiunta stabilità. Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht des Osservatorio di Immobiliare. Mit Stand Dezember 2017 beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Italien – a nivello nazionale – 1.898 Euro. Allerdings gab es in den einzelnen Gemeinden und Gebieten unterschiedliche Entwicklungen. In der Hauptstadt Rom gaben die Preise um 2,9 % nach und in Neapel um 2,2 %. Dagegen stiegen die Preise in Mailand um immerhin 0,6 %.
Der Quadratmeter kostete in Rom und Mailand durchschnittlich circa 3.200 Euro und in Neapel circa 2.600 Euro. Für die genannten Metropolen wird von einer wachsenden Nachfrage ausgegangen.

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