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Immobilienpreise und Marktberichte

Spanien
El precio de la vivienda modera la subida de los últimos años y crece un 8,2%
La Vanguardia online vom 18. Februar 2019
ps. Die Preise stiegen gemäß Artikelüberschrift im Jahr 2018 moderat um 8,2 %. Der Artikel bezieht sich wiederum auf Zahlen einer Statistik des Colegio de Registradores de España, also des Register-Kollegiums von Spanien.
Seit Ende 2014 seien die Preise um 29,78 % gestiegen, aber immer noch 16 % unter ihren historischen Höchstständen – lejos de los máximos históricos precios de las viviendas. Die Registerführer gehen von einer Verlangsamung des Marktes hinsichtlich der Preise als auch hinsichtlich der Transaktionen aus und begründen dies mit volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Baja la euforia lautet eine Feststellung, die Euphorie geht zurück.
Ausländer haben im vergangenen Jahr 65.400 Wohnungen in Spanien gekauft. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 65.500 Einkäufen im Jahr 2017 und ist auch prozentual im Verhältnis zum Gesamtmarkt zurückgegangen, auf 12,64 % im Vergleich zu 12,9 % im Jahr 2017.
Die Nationalitäten mit der größten Kaufaktivität waren die Briten, die trotz Brexit 15,54 % der Einkäufe tätigten, gefolgt von den Deutschen (7,48 %), Franzosen (7,39 %), Belgiern (6,26 %), Schweden (5,80%) und Rumänen (5,9%). Gemäß Register-Kollegium erwarben Ausländer hauptsächlich Zweitwohnungen – segundas residencias, und ihre Einkäufe konzentrierten sich auf die Balearen, die Kanarischen Inseln und das Land Valencia.

Frankreich
Prix immobilier: le prix du m² par commune en février 2019
journaldunet.com vom 1.2.2019
km. Topaktuelle Zusammenfassung der durchschnittlichen Preise aller französischen Gemeinden mit Suchfunktionen. Zudem kann in übersichtlichen Tabellen und Diagrammen die Preisentwicklung der letzten Jahre nachvollzogen und auf einer Karte von Frankreich die hoch- bzw. niedrigpreisigen Gebiete ausgemacht werden.

Frankreich
Nice, un placement au soleil plein de Promesse
lemonde.fr vom 26.1.2019
km. Nizza hat eine attraktive Zukunft vor sich: Mit neuer Verkehrsinfrastruktur wird die Stadt am Mittelmeer dann alles haben, was Immobilienbesitzer sich wünschen. Universitätsstadt, Standort von mehreren Grandes Ecoles und dem hochkarätigen Forschungs- und Industriegebiet „Sophia Antipolis“ und zudem noch die Lage am Mittelmeer … Weiterhin sind zwei neue Viertel geplant, die „Grand Arénas“ (Geschäftsviertel) und „Nice Méridia“ (Geschäfts- und Wohnviertel), verbunden mit den neuen Tramlinien T2 und T3. Die Preise steigen deshalb aufgrund der Nachfrage und sind mittlerweile bei 5.400 Euro/m² angelangt. Geht man auf die Anhöhen, auf die collines valoises, und investiert in ein Haus mit Meerblick, ist man schnell bei 8.000 Euro / m². Am teuersten seien aktuell die Häuser am Meeresufer, die bei 12.000-15.000 Euro / m² rangieren, so Jean Malmassari, Director von Vinci Immobilier Nice / Côte d’Azur. Die Preise in Nizza sind in den letzten 10 Jahren um 9,3 % gestiegen und werden vermutlich bei diesem Preisniveau bleiben bzw. sich noch weiter erhöhen. Gerade auch an der neuen Tramlinie lohne sich eine Investition. Bei der Ferienvermietung sei die Konkurrenz mittlerweile groß, sodass die Gäste verwöhnt seien … die Flasche Wein auf dem Tisch, nahe Einkaufsmöglichkeiten und einen Stadtplan seien das mindeste, was die Feriengäste erwarten.

Spanien
El precio de la vivienda en Madrid y Barcelona crece a dos velocidades
CincoDías online vom 24. Januar 2019
ps. Im vergangenen Jahr seien die Preise für spanische Zweithandobjekte um 7,8 % gestiegen, dies sei der höchste Preisanstieg innerhalb von dreizehn Jahren. Sehr unterschiedlich war aber die Preisentwicklung in Madrid und Barcelona, so die Kernaussage von Fotocasa, einem spanischen Immobilienportal, auf das sich der Artikel bezieht. In der katalanischen Hauptstadt verteuerten sich die Wohnungen 2018 nur um 2,3 %, dagegen in Madrid um 18,7 %. Der Quadratmeter kostete durchschnittlich in Barcelona 4.427 Euro, in Madrid 3.271 Euro und landesweit 1.869 Euro. In beiden Städten seien die Preise 18 % unter dem historischen Hoch von 2007.
Ein Experte der Immobilienberatungsgesellschaft CBRE wird im Hinblick auf 2019 mit den Worten zitiert, dass sich der Markt beruhigen werde mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 4 %, auch die Nachfrage werde nachlassen.

Frankreich
Marché immobilier: tendance et évolution des prix de l’immobilier
notaires.fr vom 22.1.2019
km. Diese Website von den „Notaires de France“ gründet sich auf alle notarielle Daten Frankreichs und ist damit aktuell und realistisch. Festgestellt wird, dass das „Super-Jahr“ 2017 (960.000 Kaufverträge) 2018 noch getoppt wurde. Bereits im Oktober 2018 war man bei 957.000 Transaktionen, die Million wurde Ende 2018 jedoch nicht erreicht. Anhand von Schaubildern wird die Entwicklung seit 2000 dargestellt, klar erkennbar ist dort auch der absolute Tiefpunkt in der Immobilienbranche: die Krise 2009.
Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass auch 2019 der Markt weiterhin in diesem positiven Modus bleibt. Gründe dafür seien vorhanden: Weiterhin niedrige Zinsen, Preisanstieg im letzten Jahr + 2,7 % im Durchschnitt in Frankreich außer Paris („province“), Ausnahmen nur in Paris innerhalb der Stadtmauern („intra muros“), Bordeaux und Lyon. Zudem sei die „rotation“ bei Immobilien sehr hoch, also ein schneller Wechsel bei den Eigentümern, was einen aktiven Immobilienmarkt verheißt.

Italien
Prezzi delle case: il 2019 sarà l’anno dei primi rialzi? Operatori divisi
Ilsole24ore online vom 16. Januar 2019
ps. In diesem Artikel werden verschiedene Experten und Firmen über ihre Ansichten zum italienischen Immobilienmarkt im Jahr 2019 zitiert. In der Artikelübersicht wurde gefragt, ob das Jahr 2019 das Jahr des ersten Preisanstiegs sein wird. Die Ansichten der Marktteilnehmer gehen etwas auseinander, „Operatori divisi“, aber niemand spricht von einem breiten Preisanstieg über alle Segmente hinweg. Man hofft auf mehr Immobilientransaktionen, außerdem wird den großen Städten eine etwas positivere Entwicklung vorausgesagt, wenn auch nur mit leicht steigenden Preisen. Im Artikel entsteht der Eindruck, dass sich viele Marktteilnehmer damit trösten, dass es wenigstens mehr Verkäufe und Käufe geben dürfte. Zwischen leicht steigenden Preisen in manchen Teilbereichen und einer allgemeinen Stagnation bewegen sich die Preisprognosen. Daraus lässt sich schließen, dass sich Käufer weiterhin nicht beeilen müssen und Verkäufer auch weiterhin auf eine klare und eindeutige Trendwende zu einem starken Aufwärtsschwung warten müssen.
Verantwortlich bzw. auch maßgeblich für die weitere Entwicklung des Immobilienmarktes werden die politischen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse gemacht bzw. angesehen. Il desiderio di acquistare casa è sempre vivo, dass der Wunsch ein Haus zu kaufen immer lebendig sei, äußert sich ein Experte. Doch die augenblickliche politische und volkswirtschaftliche Situation in Italien hilft nicht wirklich, diesen Wunsch zu realisieren, auch nicht die sehr niedrigen Kreditzinsen, wird man anmerken müssen.

Frankreich
Immobilier: Paris absente du top 10 des villes les plus attractives d’Europa
lefigaro.fr vom 7. Dezember 2018
km. Paris war immer mit an der Spitze der attraktivsten Städte auf dem Immobilienmarkt. Auch nach der Wahl Emmanuel Macrons zum Präsidenten haben viele internationale Investoren in Frankreich und gerade auch in der Hauptstadt investiert. Seit Juni 2018 haben jedoch die „gilets jaunes“, die sog. „Gelbwesten“, mit ihren gewalttätigen Demonstrationen die Hauptstadt fest im Griff. Waren es 2015 noch 13,5 Milliarden Euro an Investitionen, sind es aktuell nur noch sechs Milliarden im dritten Trimester 2018. Tatsächlich ist London nun mit mehr als 15 Milliarden Euro an erster Stelle. Man hofft, das Pariser Image in den nächsten Monaten aufpolieren zu können. Insbesondere die Idee des „Grand Paris“, ein Projekt zur Reform der Struktur des Ballungsraums Paris, um „die Lebenswelt der Einwohner zu verbessern, die territorialen Ungleichheiten zu korrigieren und um eine nachhaltige Stadt zu schaffen“, soll Investoren wieder anlocken.

Frankreich
Nîmes: un marché immobilier en phase de redémarrage
lemonde.fr vom 1. Dezember 2018
km. In Nîmes, der jahrtausendealten Großstadt im Süden von Frankreich, ist der Immobilienmarkt gerade am Beginn eines Aufschwungs. Teures Pflaster wechselt sich ab mit sehr armen Gegenden, aber insgesamt seien gerade jetzt gute Immobiliengeschäfte zu machen. Nîmes sei sehr von der Krise Anfang des Jahrtausends gebeutelt worden und erst seit Mitte 2017 erhole sich der Immobilienmarkt, langsam zwar und nicht „euphorisch“, so Corinne Ponce, Direktorin der Immobilienagentur Ponce Immobilier. Genau der richtige Zeitpunkt für Investitionen: Im Stadtzentrum liegt der Quadratmeterpreis laut meilleuragents.com für Wohnungen bei 1 684 Euro/m² und für ein Haus bei 2 170 Euro/m². Aber Achtung – der Immobilienmarkt in Nîmes sei wie ein „Leopard“: Teure und arme Wohngegenden wechseln sich schnell ab, wie schwarze und gelbe Flecken auf dem Stadtplan. Zwei Viertel seien besonders interessant für Investoren: Der Quai de la Fontaine bis zum oberen Teil der Avenue Jean-Jaurès im Nordwesten sowie im Südosten die Esplanade, Feuchères und Carnot. Je näher man der berühmten Arena rückt, desto teurer die Immobilien.

Spanien
Vuelve el fantasma de las tasaciones infladas en la vivienda
Elpais.com vom 1. Dezember 2018ps. Das Schreckgespenst aufgeblähter Hypotheken kehre wieder, lautet die Überschrift. Damit sind Hypotheken für den gesamten Kaufpreis einer Wohnung oder eines Hauses gemeint – 100 % de la compra de una vivienda. Aufgeblähte Schätzungen – tasaciones infladas – seien eine Gefahr, die dadurch hervorgerufen werde, dass nun wieder Hypotheken verkauft werden müssen, solange die Zeit so gut ist wie jetzt. Aber genau dies sei der Fehler in den Jahren des Booms gewesen, als die Wohnungen 30 % überbewertet worden seien. Man nenne sie auch soziale Hypotheken, weil sie für junge Leute gedacht seien, damit sie eine Wohnung finanzieren können – „hipotecas sociales para jóvenes“. Dies führe auch zu steigenden Preisen. In der Regel finanzieren spanische Banken 80 Prozent des Kaufpreises, 20 Prozent sollten die Käufer als Eigenkapital zur Verfügung haben. Wenn die
Käufer aber kein Eigenkapital haben, was dann? Der Gutachter schätzt den Wert der Immobilie so hoch ein, dass 80 Prozent des geschätzten Wertes der Immobilie 100 Prozent des Kaufpreises entspricht, sodass dann die Bank 80 Prozent des geschätzten Wertes als Kredit gibt und damit 100 Prozent des Kaufpreises finanziert sind. Es sei natürlich falsch, wenn man glauben würde, dass alle diese Immobilien 20 Prozent mehr wert wären als dafür bezahlt werde, merkt ein Experte an. Makler und Vermittler würden mit Gutachtern zusammenarbeiten, die wüssten, um welchen Kaufpreis es geht und entsprechend schätzen. Die Finanzierungsvermittler hätten Banken an der Hand, die mitmachen, sie nennen sich Spezialisten für Hypotheken zu 100 % – „Especialistas en hipotecas al 100 %“. Der Banco de España sieht laut Artikel keine missbräuchlichen Schätzungen. Aber es soll nun Überprüfungen von Schätzwerten vor Ort geben.

Italien
Effetto spread sull’immobiliare? Nel 2018 acquisti +5,6 % e prezzi –1 %
Ilsole24ore online vom 28. November 2018
ps. Dieser Artikel mit der Überschrift beziehungsweise der Frage eines Spread­Effektes beim Immobilienmarkt, einerseits bei der steigenden Zahl der Transaktionen und andererseits mit einem geringen Preisrückgang, ist wohl schon als Rückblick auf das Jahr 2018 gedacht. Als Ursachen für die ausgebliebene Erholung des Immobilienmarktes für Wohnungen wird die finanzielle und konjunkturelle Unsicherheit vermutet – incertezza finanziaria e congiunturale. Zwar hat das Umsatzwachstum angehalten, aber die Preise sind dennoch um 0,9 Prozent gefallen. Dagegen wuchs der Mietmarkt bezogen auf kurzfristige Mietverhältnisse – cresce il mercato delle locazioni in un contesto condizionato dagli affitti brevi – insbesondere in den Großstädten. Dies ergibt sich aus dem dritten Bericht über den Immobilienmarkt 2018 des Forschungsinstitutes Nomisma. Das Institut aus Bologna schätzt, dass über zwei Millionen Familien Wohnungen und Häuser suchen, teils zum Mieten, teils zum Kaufen. Auch bei Ladenflächen und Büroräumen gab es einen leichten Preisrückgang.

Italien
Immobili: per i notai +10 % le compravendite nel primo semestre 2018
Ilsole24ore online vom 27. November 2018
ps. Im ersten Halbjahr 2018 registrierten die Notare einen Anstieg von 10,72 % der Verkäufe von Immobilien jeglicher Art – compravendite di immobili di qualsiasi genere. Aber es gibt einen dauerhaften Preisrückgang – una continua riduzione dei prezzi. Der durchschnittliche Verkaufspreis sank von 147 000 Euro auf 126 512 Euro, was einen Rückgang von circa fünf Prozent darstellt. Diese Zahlen stammen vom Rapporto Dati Statistici Notarili relativo al primo semestre 2018, also bezogen auf das erste Halbjahr 2018. Den gesamten Rapport findet man auf der Notarseite der italienischen Notarkammer unter www.notariato. it/it. Weitere Themen im Rapport sind landwirtschaftliche Flächen, Hauptwohnsitze und die Unterscheidung von Wohnungen und Häusern nach den Kriterien A2, A3 usw.

Spanien
En la costa o en los alrededores de Madrid y Barcelona: estas son las ciudades donde más sube la vivienda
Elpais.com vom 22. November 2018
ps. Der durchschnittliche Wohnungspreis sei im III. Quartal um 3,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bezogen auf Gesamtspanien angestiegen, auf circa 1 589 Euro je m². Am höchsten seien die Wohnungspreise in den Regionen Madrid und Barcelona gestiegen, in der Spitze bis über 15 %. Allerdings werden diese Zahlen von Wertgutachten abgeleitet und geben die Marktverhältnisse nicht gut wieder, da es in Spanien unterschiedliche Preisentwicklungen gibt. Herausgegeben werden die geschätzten Zahlen vom Ministerio de Fomento in Madrid (der Bericht des Ministeriums findet sich unter www.fomento. gob.es/el­ministerio/sala­de­prensa/noti cias). Im Jahresvergleich gibt es elf Comunidades Autónomas – CCAA, in denen die Preise gestiegen sind, davon am höchsten in Madrid (8,3 %), La Rioja (6,0 %), Baleares (5,2 %), Cataluña (4,8 %), Canarias (4,7 %) und Andalucía (3,7 %). Im Gegensatz dazu gibt es sieben CCAA mit Preisrückgängen, davon die höchsten in Cantabria (–2,7 %), Galicia (–1,7 %), País Vasco (–1,2 %) und Asturias (–0,9 %).

Frankreich
Immobilier: Lille nouvelle étoile du Nord
lemonde.fr vom 3. November 2018
km. Es gibt einen neuen Stern am Immobilienhimmel: Lille. Diese Stadt im Norden möchte eine neue europäische Metropole werden mit vielen neuen Bauprojekten für Büros, Geschäfte und Wohnungen. Die Hauptstadt des départements Hauts-de-France hat eine dynamische Struktur und ist die zweitgrößte Studentenstadt Frankreichs. „Die Preise variieren zwischen 2 800 und 4 500 Euro/m²“, so Philippe Vilanoba, Direktor Nord­Pasde­Calais der Immobiliengruppe Eiffage. In den letzten zehn Jahren seien die Immobilienpreise um 20,4 % gestiegen. Insbesondere das Quartier Wazemmes sei interessant, so Agathe Hennion­Croccel von Cogedim (Immobilienfirma) Hauts­de France. Man fände dort Angebote von 3 250 Euro/m². Ebenso interessant seien die Viertel Bois Blanx und Moulins.

Italien
Case, per l’Istat prezzi crollati del 15,8% in otto anni
Ilsole24ore online vom 4. Oktober 2018
ps. Gemäß dem italienischen Statistikamt ISTAT sind die Hauspreise über den Zeitraum
von acht Jahren um 15,8 % gefallen oder auch abgestürzt, je nachdem man „crollati“ übersetzen will. Im Gegensatz zum Euro-Raum und anderen EU-Ländern ist Italien auch eines der wenigen Länder, deren Immobilienpreise aktuell stagnieren oder zurückgehen, so Eurostat.
Anmerken lässt sich, dass der Wertverlust noch höher wäre, wenn man noch einige Jahre vor 2010 hinzunehmen würde, da die Finanz- und Immobilienkrise schon 2007/2008 startete. Im Vergleich zum Vorquartal dieses Jahres stieg der Preisindex um 0,7 %, im Vergleich zum Vorjahresquartal fiel er aber um 0,2 %.

Italien
Nuova battuta d’arresto per i prezzi delle case: –1,4 % nel III trim 2018
Idealista.it vom 2. Oktober 2018
ps. Ein neuer Rückschlag – „nuova battuta d’arresto“ – bei den Hauspreisen wird auf dem Immobilienportal Idealista.it konstatiert mit Bezug auf die Preisentwicklung im III. Quartal mit einem Minus von 1,4 % zum vorhergehenden Quartal und mit einem Minus von 2,5 % auf Jahresbasis.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis betrage 1 772 Euro/qm. Insgesamt müsse man feststellen, dass die Zunahme der Käufe und Verkäufe seit 2016 nicht mit Preiserhöhungen einhergegangen sei. Die negative Entwicklung der Immobilienwerte betreffe alle italienischen Regionen mit Ausnahme von Basilicata (6 %), Molise (3,2 %) und Kalabrien (0,5 %).
Die höchsten Minuswerte gibt es in Friaul-Julisch Venetien (–3,3 %), Latium (–3 %)
und Valle d’Aosta (–2,7 %).

Spanien
La subida de precio de las casas llega a los barrios
CincoDías online vom 2. Oktober 2018
ps. Der Preisanstieg bei den Häusern erreicht nun auch die Außenviertel, wird in der Überschrift mitgeteilt. In den Vorstädten fallen diese zwischenzeitlich höher aus als in den Zentren. Im dritten Quartal stiegen die Preise spanienweit um 4,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im letzten Jahr und in der Peripherie stärker als in den Zentren von Madrid, Barcelona, Sevilla, Saragossa und Valencia. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis beträgt
gemäß Bewertungsgesellschaft TINSA 1 317 Euro/qm. Mit Ausnahme von Kantabrien sind die Preise im letzten Jahr in allen Comunidades Autónomas angestiegen.

Frankreich
Prix immobilier: les grandes villes toujours plus chères, les villes moyennes plombées!
seloger.com vom 24.9.2018
km. Die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt geht in alle Richtungen oder, wie Michel Mouillart, Sprecher des baromètre LPI-SeLoger, sagt: „parmi les villes françaises de plus de 100 000 habitants, la situation est contrastée …“
Wir haben einerseits Städte wie Besançon, die im Vergleich zum Vorjahr bei –6,9 % und damit nur noch bei 1 934 Euro/qm liegen, und auch Brest gehört mit –3 % (1 705 Euro/qm) zu den Schlusslichtern.
An der Côte jedoch ist der Markt weiterhin sehr gut: Metropole Nice/Côte Azur verzeichnet 4 047 Euro/qm (Wohnungen) und 5 393 Euro/qm (Häuser), und damit ein Plus von 0,1 % bzw. 5,1 %. Aix-Marseille-Provence hat ebenfalls eine leichte Preissteigerung zu vermelden und
liegt bei 3 030 Euro/qm (Wohnungen) und 4 136 Euro/qm (Häuser). Auch bei Montpellier Méditerranée Metropole zog der Markt leicht an. Hier muss man bei Wohnungen mit einem Preis von 3 190 Euro/qm rechnen, bei Häusern sind es 3 743 Euro/qm. Insgesamt beträgt der
Durchschnitt in ganz Frankreich zum Vergleich 3 653 Euro/qm. Im Sommer sind die Transaktionen jedoch um –7,8 % gesunken (Juni, Juli, August), was typisch für die Ferienmonate ist. Interessant auch der Verhandlungsspielraum: um 5 % im Languedoc-Roussillon, in der Basse-Normandie und in der Bretagne. Um 3 % lässt sich in den Midi-Pyrénées, im Alsace, in der Franche-Comté und in der Region Rhône-Alpes der Preis verhandeln.

Frankreich
Les prix de l’immobilier devraient atterrir en douceur à travers l’Europe
Immobilier.lefigaro.fr vom 4.9.2018
km. Gemäß der neusten Untersuchung von Standard & Poor’s, der amerikanischen eKredit-Ratingagentur, wird der europäische Immobilien-Höhenflug in den nächsten drei Jahren „sanft landen“ („soft landing“).
Also kein Sturzflug nach unten, aber stetig nach unten, so die Vorhersage für die nächsten drei Jahre. Dies gelte insbesondere für Frankreich: Nach historischen Höchstmarken wird sich das Land mit einem moderaten Plus von etwa 2 % begnügen. Die Niederlanden dagegen, Portugal – übrigens sehr beliebt bei den Franzosen für Ferienimmobilien – und Irland werden weiterhin eine sehr gute Preisentwicklung erleben. Ein interessanter Artikel mit internationalem Vergleich der Preisentwicklung ab 2016 mit Blick in die Zukunft bis 2021.

Spanien
España vuelve a especular con la vivienda
Elpais.com vom 2. September 2018
ps. Trifft die Artikelüberschrift zu, dass Spanien wieder beginnt mit Wohnungen zu spekulieren, dann wird man dies als Warnzeichen ansehen müssen. Zwar gibt es zwischen dem Markt für Ferien- und Zweitwohnungssitze auf der einen und dem Wohnungsmarkt insgesamt auf der anderen Seite einige Unterschiede. Aber bei der letzten Spekulationswelle und dem
anschließenden Immobiliencrash waren auch beide Bereiche betroffen.
Als Grund wird u. a. der hohe Anstieg der Mieten aufgeführt. In einzelnen Städten seien diese in den letzten fünf Jahren bis zu knapp 50 Prozent gestiegen. Aber weder die Löhne noch Investitionen in die Wohnungen würden dies rechtfertigen. Allerdings fehlen genauere Zahlen über höhere Mieten. Jedenfalls muss laut OECD in Spanien ein besonders hoher Anteil des
Lohnes für die Miete weggegeben werden. Berücksichtige man die Inflation, seien die Mieten aber um fast ein Drittel niedriger als 2007. Andererseits gebe es wegen der steigenden Beschäftigungszahlen und der niedrigen Zinsen mehr Kaufinteresse.
Hinzu kommen u. a. auch aus steuerlichen Gründen Großinvestoren, die große Wohnungskontingente übernehmen. Insgesamt gesehen habe sich die spanische
Gesetzgebung beim Mietrecht den Investoren angepasst. Besonders betroffen von
touristischer Vermietung seien die sehr teuren Städte wie Madrid, Barcelona, Sevilla, Palma oder Valencia. Als Schuldige werden auch manche agentes inmobiliarios genannt, die zehn Prozent der laufenden Mieten kassieren würden.
Es werden aber auch Gründe gegen eine neue Blase – burbuja – genannt. Nicht die Mieten seien hoch, sondern die Löhne zu niedrig – los bajos salarios. In diesem Artikel werden dann verschiedene Konzepte erwähnt, die dieser Preisentwicklung entgegenwirken sollen. Außerdem werden bei Barcelona schon Anzeichen einer „Erschöpfung“ – muestras de agotamiento –
gesehen. Wenn allerdings die Banken wieder einen Kaufpreis zu 100 Prozent mittels Hypothek finanzieren, würden die Preise nicht so schnell wieder sinken.
Die spanische Regierung will nun mit gesetzlichen Vorschriften gegen Mietmissbrauch
vorgehen und den Gemeinden eine Art Deckelung der Mieten ermöglichen – poner techo a las subidas abusivas.

Frankreich
Le baromètre immobilier des notaires
barometre.immobilier.notaires.fr vom 7.8.2018
km. Auf dieser Seite laufen alle Transaktionspreise aller Notare in Frankreich zusammen. Detaillierte Ansichten über Preisentwicklungen pro Stadt oder Region mit einem Vergleich, Ausblick und Marktanalyse werden über ein Barometer gleich mitgeliefert. Aktueller Spitzenreiter (Paris ausgenommen) ist Bordeaux mit einer Preissteigerung von unglaublichen 12,5 % seit einem Jahr pro Quadratmeter auf dem Wohnungsmarkt und immerhin 9,4 % bei Häusern. In Euro ausgedrückt bedeutet dies heute einen Durchschnittspreis von 3 780 Euro/m² bei Wohnungen und 305 200 Euro für ein Haus. Auch in Nice und Montpellier haben die Preise sich nach oben entwickelt, mit einer Preissteigerung seit einem Jahr von drei Prozent bei Wohnungen in Nice und 2,7 % in Montpellier.
Die Tendenz auf dem Barometer in der Region Var geht deutlich in Richtung „hétérogène“, sprich keine gleichmäßige Verteilung von Angebot und Nachfrage, sondern mehr Nachfrage als Angebot, was also steigende Preise verheißt.

Spanien
El precio de la vivienda de segunda mano sube un 0,7 % en julio
Fotocasa.es vom 6. August 2018
ps. In dieser Pressemitteilung des Immobilienportals fotocasa.es wird der Preisanstieg im Juli dieses Jahres bei Wohnungen aus zweiter Hand mit 0,7 % beziffert. Dies ist eine Momentaufnahme, die aufs Jahr hochgerechnet einen Preisanstieg von 8,4 % bedeuten würde. Im tatsächlichen Jahresvergleich beträgt die Preissteigerung sieben Prozent, dies sei der höchste Anstieg seit April 2007 (kurz vor dem Absturz). Bezogen auf die Comunidades Autónomas ist die monatliche Entwicklung aber unterschiedlich, nämlich steigende Preise in zehn und fallende Preise in fünf Comunidades. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für spanische Wohnungen aus zweiter Hand beträgt laut Fotocasa 1 818 Euro. Die preisliche Entwicklung ist wie schon erwähnt unterschiedlich, an der Spitze liegen Madrid, Katalonien und die Inseln – las subidas son muy intensas.
Zuletzt wird in der Pressemitteilung wieder einmal Bezug genommen auf den durchschnittlichen Preisrückgang
bei gebrauchten Objekten im Vergleich zum historischen Höchststand, den es laut Fotocasa im April 2007 gegeben hat: Ein Rückgang von 38,4 % – caída de –38,4 % – bzw. von 2 952 Euro auf 1 818 Euro je Quadratmeter.

Spanien
El precio de la vivienda de segunda mano sube un 5,25 % interanual
Elmundo.es vom 2. August 2018
ps. Wohnungen aus zweiter Hand sind im Jahresvergleich um 5,25 % teurer geworden, so lautet die Überschrift. Gemeint ist der Wertzuwachs von Juni 2017 auf Juni 2018. Die Zahl stammt aus dem Monatsbericht des Immobilienportals pisos.com. Bezogen auf die Regionen gibt es aber seit geraumer Zeit große Unterschiede.
Der – wenig aussagekräftige – durchschnittliche Quadratmeterpreis beläuft sich in Spanien auf 1 605 Euro, im Vergleich zum Vormonat eine Steigerung von 0,56 %. Das Baskenland, die Balearen und Madrid sind die „comunidades“ mit dem höchsten Quadratmeterpreis, die Extremadura, Castilla-La Mancha und Murcia die billigsten. Es werde auch weiterhin Unterschiede bei der Preisentwicklung geben, wird Para Ferran Font, „director
de estudios de pisos.com“, zitiert. Für die Preisentwicklung werde auch wichtig sein, was an Baugrundstücken für Neubauten zur Verfügung gestellt wird – gestión del suelo urbanizable dedicado a levanter promociones de obra nueva, aber auch die Wiederbelebung der Förderung von Sozialwohnungen. Gemäß piso.com werden sich die Preisanstiege fortsetzen. Verantwortlich dafür seien mehr Nachfrage als Angebot, mehr Kreditfinanzierungen und das spanische Wirtschaftswachstum. Im Hinblick auf die Dauer eines Verkaufs sei festzustellen, dass dieser durchschnittlich sieben Monate dauere, aber nur drei Monate in Madrid und Barcelona. Dagegen dauere es mehr als zwölf Monate in Cantabria, Galicia, Castilla-La Mancha, Castilla y León und Extremadura.

Italien
Casa, in aumento vendite e mutui ma calano i prezzi
Ilsole24ore online vom 27. Juli 2018
ps. Nicht neu, aber eben weiterhin richtig ist die Wasserstandsmeldung über den italienischen Immobilienmarkt mit der Feststellung steigender Verkäufe und Hypotheken, aber niedrigerer Preise. Obwohl die Zahl der Transaktionen bei Wohnimmobilien aus zweiter Hand seit längerer Zeit zunimmt und dies als Indiz für kommende Preissteigerungen gilt, gibt es diesen Preisanstieg gerade nicht. Der Ziegelmarkt, mercato del mattone, sei noch nicht völlig gesundet – non è ancora in piena salute.
Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht des Nationalen Notarrates – Consiglio nazionale del notariato. Grundlage waren die Zahlen von 2016 und 2017. Im Jahr 2016 betrug der mittlere Verkaufspreis – valore medio delle compravendite – etwas über 148 000 Euro, im Jahr 2017 nur noch etwas über 126 000 Euro.
Der Bericht des Notarrates – Rapporto Dati Statistici Notarili (DSN) – findet sich unter www.notariato.it.

Frankreich
Analyse du marché immobilier
Notaires.fr vom 31.7.2018
km. Detailliert und statistisch mit allen verfügbaren Zahlen hinterlegt wird der Immobilienmarkt des ersten halben Jahres untersucht. 953 000 Immobilien-Transaktionen wurden in den letzten zwölf Monaten durchgeführt, das sind sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Markt kann also aufatmen. Interessant ist in einer der dargestellten Grafiken: Absoluter Tiefstand der Transaktionen war im August 2009 in der Finanzkrise. Im Februar 2012 war erst der Stand davor wieder erreicht und erst Ende 2016 ging die Zahl der Verkäufe weiter nach oben. Weiterhin werden im Einzelnen der Markt in der Bretagne und in Bordeaux untersucht. In der Bretagne wurde 2017 ein noch nie dagewesener hoher Wert ermittelt, der zwar ein wenig abgenommen hat, aber 2018 immer noch beeindruckend hoch ist. Es soll auch so bleiben: Die Zinsen, der Arbeitsmarkt und das Wachstum sprechen dafür.

Italien
Prezzi delle case ancora giù anche nel 2018
Ilsole24ore online vom 9. Juli 2018
ps. Dieser im Artikel zitierte Satz ist nun seit längerer Zeit fast schon zu einer Standardfloskel geworden: „Prezzi delle case ancora in calo anche all’inizio del 2018.“ Dass die Immobilienpreise zurückgehen, wenn auch nur in einem geringen Ausmaß, kann auch ein Indiz dafür sein, dass die italienische Volkswirtschaft nicht in Fahrt kommt. Der Indice dei prezzi delle abitazioni (IPAB) acquistate dalle famiglie verringerte sich gemäß nota l’Istituto di Statistica – um 0,1 % zum vorhergehenden Quartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind die Immobilienpreise im I. Quartal 2018 um 0,4 % gesunken.

Italien
Fimaa: nelle grandi città prezzi in lieve ripresa. Ma la media italiana è negativa
Ilsole24ore online vom 4. Juni 2018
ps. Die F.I.M.A.A. – Federazione Italiana Mediatori Agenti d’Affari – ist ein Handelsverband u. a. auch für Immobilienvermittler und stellt eine leichte Erholung der Immobilienpreise in den großen Städten fest. Im landesweiten Durchschnitt ist eine negative Tendenz festzustellen.
Damit hat sich die seit einiger Zeit wahrscheinliche Stagnation der Preise etabliert. Dies ist nicht neu. Die Schuld trägt nach Ansicht der Organisation insbesondere die fiskalische Belastung – soprattutto a causa del peso fiscale.
Nicht neu ist auch, dass die Zahl der Käufe und Verkäufe zugenommen hat, wobei sich der Artikel auf das I. Quartal 2018 bezieht. Zu einem Aufschwung auf dem Immobilienmarkt hat es aber offensichtlich nicht gereicht.
Mit fiskalischer Belastung ist insbesondere die für Hauseigentümer maßgebliche IUC (also die Summe von Imu, Tasi und Tari) gemeint. Darüber hinaus werden das langsame und schmerzhafte Wirtschaftswachstum – la lenta e sofferta crescita economica, die Arbeitslosigkeit junger Menschen und das fehlende Vertrauen der Familien in die Zukunft und die unsichere Politik als negative Faktoren aufgeführt.
Mit der erfolgten Regierungsbildung könnten all diese Feststellungen schon überholt sein, wird man anmerken können. Die Rahmenbedingungen für den Immobilienmarkt könnten sich noch verschlechtern. Denn die Ungewissheit, was von politischer Seite noch alles kommen wird, hat sich eher noch erhöht.

Frankreich
lesechos.fr vom 8.6.2018
Immobilier: en Ile-de-France la hausse de prix de faible pas
km. Aktuelle Zahlen für ganz Frankreich freuen den Immobilienbesitzer: eine Preissteigerung insgesamt im gesamten Land von 3,5 % seit einem Jahr, davon 4,3 % für Wohnungen und 2,9 % für Häuser.
In einer am 7.6.2018 veröffentlichen Stellungnahme der Notare liegt die Zahl der Transaktionen weithin gleich, aber die Preise seien aufsteigend – und dies nicht nur in Paris und l’Ile-de France, sondern insgesamt in ganz Frankreich. Natürlich haben die Preise in der Hauptstadt immer einen Sonderstatus, hier sind es +7,5 %. Auch weitere Großstädte wie Bordeaux, Lyon und Rennes (TGV-Strecke nun ausgebaut) profitieren von der Preisentwicklung.

Spanien
El precio de la vivienda crece más de un 3 % en mayo, según pisos.com
elEconomista.es vom 31.5.2018
ps. Mit Bezug auf das online-Portal pisos.com wird von einem durchschnittlichen Preisanstieg im Mai dieses Jahres von 3 % gesprochen. Dies ist aber nicht der Preisanstieg von April auf Mai, sondern im Vergleich zum
Vorjahresmonat Mai. Der durchschnittliche Quadratmeter-Preis für Wohnungen betrage 1 589 Euro.
Im Mai seien die teuersten Regionen País Vasco (2 650 Euro), Baleares (3 572 Euro) und Madrid (2 125 Euro), die billigsten Castilla-La Mancha (876 Euro), Extremadura (1 029 Euro) und Murcia (1 108 Euro).
Die größten Preisanstiege im Vergleich zum Vorjahr wurden für die Balearen (12,7 %), Kanaren (12,4 %) und Katalonien (11,8 %) festgestellt. Im Gegensatz dazu fielen die Preise am stärksten in Aragón (–6,1 %), Murcia (–4,9 %) und in der Extremadura (–4,4 %). Angesprochen wurde im Artikel „la tímida vuelta“ de las hipotecas al 100 % – also die Furcht vor der Rückkehr von 100 %-Hypotheken. Die Immobilienkäufer würden zwischenzeitlich verantwortungsvoller mit ihren Finanzen umgehen, so der Direktor der „estudios de pisos.com“.

Frankreich
Lemonde.fr vom 29.5.2018
Vers une hausse de frais de notaires?
km. Frankreichs Notare fordern eine (bescheidene) Erhöhung ihrer Gebühren. Bei einem Kauf fallen 7–8 % frais de notaires an. Viele Käufer schlucken und fragen, welche weiteren Steuern und Gebühren denn daneben noch auf sie zukommen. Die Antwort lautet: keine. Der Name ist irreführend und beinhaltet alle Nebenkosten des Kaufes. Tatsächlich erhält der Notar nur 1,3 % des Kaufpreises und die übrigen sind Grunderwerbsteuer und andere Gebühren. Nun fordern die Notare wenigstens 1,5 %. Die Forderung komme zur Unzeit, meinen viele, denn die Zinsen werden nächstes Jahr wieder höher, und aufgrund der schrittweisen Streichung der taxe d’habitation kann davon ausgegangen werden, dass die Grundsteuern steigen werden, damit die Kommunen mehr Geld erhalten. Insgesamt könnten also selbst durch diese moderate Forderung Käufer vom Kauf abgehalten werden.

Italien
Askanews online vom 18. Mai 2018
Casa, Bankitalia: in I trim prezzi stabili, si rafforza la domanda
ps. Stabile Preise und verstärkte Nachfrage im ersten Quartal dieses Jahres – „prezzi stabili per gli immobili e rafforzamento della domanda“ – ergeben sich aus einer Konjunkturumfrage der Banca d’Italia.
80 Prozent der Käufer wurden mit Hypotheken fremdfinanziert – „la quota delle compravendite finanziate tramite mutui ipotecari“, die Immobilien werden durchschnittlich mit 75 Prozent beliehen. Die Marktteilnehmer sind für den Immobilienmarkt durchaus positiv gestimmt, sowohl mittel- als auch kurzfristig, wenn auch nicht mehr so optimistisch wie im vorhergehenden Quartal – „sono rimaste favorevoli, su un orizzonte sia di breve sia di medio termine, seppure in misura lievemente inferiore rispetto al trimester precedente“.
Trotz dieser optimistischen Prognosen ist anzumerken, dass die politische Entwicklung den Immobilienmarkt zumindest verunsichern könnte.
Spanien
El precio de la vivienda calienta el temor a una nueva burbuja inmobiliaria
El País vom 14. April 2018
ps. Die Immobilienpreise sind in 2017 und Anfang 2018 vergleichsweise stark angestiegen. Deshalb lautet auch die Überschrift, dass die Wohnungspreise die Furcht vor einer neuen Immobilienblase – burbuja inmobiliaria – ansteigen lassen. Der starke Anstieg der Anzahl der Verkäufe und der Preise lassen erste Warnungen über Marktexzesse – excesos en el mercado – auftauchen. Auch die Mieten seien stark angestiegen. Zwar beträgt laut TINSA der Anstieg der Preise im Jahresvergleich landesweit nur 3,8 %; in Madrid (17 %), Barcelona (11 %) und Palma de Mallorca (14,7 %) sei aber der Anstieg zweistellig gewesen. Im Jahr 2017 habe es den größten Preisanstieg seit 2017 gegeben. Im Artikel werden auch andere Meinungen zitiert, wonach man von einer Immobilienblase weit entfernt sei und es keinen Grund für Preisrückgänge gebe – muy lejos de una burbuja y tampoco hay ninguna razón para que los precios bajen.
Es handle sich um die Gentrifizierung der Städte. Außerdem werden Experten zitiert, die im Hinblick auf Madrid und Barcelona zwischen den verschiedenen Stadtteilen differenzieren wollen. Es gebe eine Überhitzung in einigen Stadtteilen – sobrecalentamiento de algunas zonas muy concretas, wird ein Experte der Bewertungsgesellschaft
TINSA zitiert. Auch würden in diesen Großstädten Wohnungsgesellschaften hohe Volumina an Wohnungen zur Vermietung aufkaufen. Gute Chancen werden noch Sevilla und Valencia eingeräumt. Als Resümee kann man wohl die Feststellung nehmen, dass sich der Wohnungsmarkt mit zweierlei Geschwindigkeiten entwickelt – mercado residencial evoluciona a diferentes velocidades.

Frankreich
Ce printemps de l’immobilier va-t-il durer?
lavieimmo.com vom 11. April 2018
km. Dieser Frühlingsschwung, den der französische Markt gerade erlebt, wird er andauern? Diese Frage stellen sich Pascal Bonnefille, Geschäftsführer von „Immoweek“, Pierre Chevillard von pap.fr und Marie Coerderoy von BFM Business in der Sendung vom 11.4.2018. Trotz extrem niedriger Zinsen geht die Anzahl der Kreditanfragen zurück … und auch die Anzahl der Transaktionen? Exzellente Kreditbedingungen für Käufer und sogar weiteren Verhandlungsspielraum für Banken versprechen jedoch eine gute Basis für Immobilienkäufe. Der Mai 2018 werde
deshalb noch besser als 2017, wobei zu beachten sei, dass aufgrund des Wahljahres letztes Jahr die Käufer zunächst abgewartet haben. Insofern sei die Zahl von Mai 2017 auch vor diesem Hintergrund zu sehen.

Frankreich
Comment faire pour agrandir sa maison?
Lefigaro.fr vom 7. April 2018
km. Das Haus ist schön, aber vielleicht einen Tick zu klein? Statt umzuziehen, kann angebaut werden. Der Artikel befasst sich mit der finanziellen Seite des Ausbaus: man müsse etwa 1 500–2 000 Euro pro Quadratmeter an Kosten rechnen. Hinzu komme der Architekt (ca. 15 % der Baukosten), die Bodenprüfung (bis 2 500 Euro), ggf. einen Bauingenieur/Statiker (bis 3 500 Euro), die Bauschäden-Haftpflichtversicherung dommages-ouvrages (bis 4 % der Baukosten) und die Taxe d’aménagement. Auch nach Fertigstellung solle nicht vergessen werden, dass der katastermäßige Mietwert sich verändert hat und damit eine Mitteilung an das Finanzamt (Erhöhung der Wohnsteuer/Grundsteuer …) notwendig ist (Formular Cerfa Nr. 10517*02IL). Auch die multirisque-habitation-Versicherung muss ggf. ergänzt werden, sonst riskiert man, dass dieser Gebäudeteil nicht versichert ist. Finanzielle Unterstützung durch Kredite kann ggf. durch den prêt à taux zéro (PTZ) gewährt werden, durch Prämien der ANAH (L’Agence nationale de l’habitat) und den Kredit „agrandissement“, der in Höhe von 10 000 Euro von „Action logement“ für Angestellte gewährt wird.

Italien
Casa: Confedilizia,prezzi continuano a calare solo in Italia
ANSA vom 6. April 2018
ps. Diese Überschrift eines Artikels der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bezieht sich auf das Statistikamt, das feststellt, dass Italien das einzige Land sei, in dem die Immobilienpreise weiterhin fallen. Confedizilia – Confederazione italiana proprietà edilizia, ein italienischer Hauseigentümerverein, verlangt, dass deshalb am Immobilienmarkt interveniert wird, und hat dazu ein Manifest mit zehn Punkten – manifesto di 10 proposte per il rilancio del settore immobiliare – an das neue Parlament gerichtet. Millionen von Familien würden wegen der fallenden Preise verarmen – impoverendo i risparmi di milioni di famiglie, in vielen Fällen müssten Häuser verschleudert werden.
Anzumerken ist, dass es sich um eine sehr drastische Wortwahl handelt, die in mancher Hinsicht eine gewisse Berechtigung haben mag. Als generelle Einschätzung für den gesamten italienischen Immobilienmarkt wäre dies aber nicht gerechtfertigt. Vielleicht lassen sich aber Politiker mit solchen Formulierungen eher überreden, dem Immobiliensektor auf die Beine zu helfen.

Frankreich
Baromètre immobilier
www.barometre.immobilier.notaires.fr vom März 2018
km. Aktuell an der Spitze (nach Paris) steht Nizza mit 3 610 Euro/m² bei einer Altbauwohnung und 465 000 Euro Durchschnittspreis pro Altbauhaus. Bordeaux verzeichnet den gleichen Wert im Altbau und 298 200 Euro bei Häusern. Marseille ist an 10. Stelle bei den Wohnungen (2 300 Euro/m²) und an dritter bei den Häusern (310 000 Euro).

Spanien
El mercado inmobiliario se recupera, pero estamos lejos de los niveles de los años del boom
Immobilienportal Fotocasa.es vom 13. Februar 2018
ps. Das Fazit der Pressemitteilung lautet, dass sich der Immobilienmarkt erholt, aber man noch weit entfernt sei vom Niveau der Boom-Jahre. Zugenommen hat die Zahl der Käufe und Verkäufe um 14,6 %, der höchste Anstieg seit 2008, so die Feststellung des spanischen Statistikamtes.
Fotocasa führt die positive Entwicklung auf das Wirtschaftswachstum und die höhere Beschäftigung zurück. Die Preise seien übers Jahr 2017 um 5,1 % gestiegen, dies sei der höchste Anstieg seit 2007. Der Wohnungsmarkt entwickle sich langsam und moderat – „de forma lenta y moderada”, erklärt die für die Studie zuständige Fotocasa- Direktorin Beatriz. Sie weist darauf hin, dass die Erholung des Immobilienmarktes alle comunidades autónomas betreffe, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität, an der Spitze finden sich Castilla-La Mancha mit 24,7 %, die Comunidad de Madrid mit 18,9 % und die Comunitat Valenciana 18,1 % an der Spitze.

Spanien
Las dos velocidades del precio de la vivienda en España: 12 comunidades en las que sube y 5 en las que baja
businessinsider.es vom 13.2.2018
ps. Die schon im vorigen Artikel erwähnte Studie von Fotocasa wird dahingehend interpretiert, dass es bei den Immobilienpreisen zwei Geschwindigkeiten gibt, wobei es in 12 Comunidades Autónomas steigende und in fünf CC.AA fallende Preise gibt. Zu den letzteren gehören Cantabria, Navarra, Galicia, Asturias und die Extremadura. Auf den Balearen habe es einen Preisanstieg von 16,8 % gegeben.

Spanien
El precio de la vivienda subió un 3,6% en enero
El País vom 6. Februar 2018
ps. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2017 sind die Preise spanienweit im Schnitt – subida media a nivel nacional – um 3,6 % angestiegen, wird in diesem Artikel mit Bezug auf die Bewertungsgesellschaft TINSA festgestellt. Schaut man genauer hin, gibt es bei den Teilbereichen „capitales y grandes ciudades“ einen Anstieg von 5,1 % und bei den „islas Baleares y Canarias“ von 4,1 %, In den „áreas metropolitanas“ um 3,2 %, an der „costa mediterránea“ um 3 %, in den „localidades más pequeñas“, also auf dem Dorf, um 0,9 %. Seit dem Tiefststand in der Immobilienkrise seien die Preise im Durchschnitt um 7,6 % angestiegen.
Damit seien die Preise 38,3 % unter dem Preismaximum im Jahr 2018.
Im Hinblick auf die historischen Höchstpreise an der Mittelmeerküste sei festzustellen, dass sich dieser Markt nur langsam erhole – la evolución en el mercado residencial sigue siendo lenta – und die Preise um 47 % tiefer liegen. Am besten hätten sich die Balearen und Kanaren gehalten – las regiones que mejor se han mantenido en la crisis – mit einem Rückgang von 24,1 % in den letzten zehn Jahren.

Italien
Istat, il valore delle case è salito del 76% dal 2001 a oggi
Ilsole24ore vom 1. Februar 2018
ps. Das italienische Statistikamt wird mit der Feststellung zitiert, dass der Wert der Häuser seit 2001 um 76 % gestiegen ist. Das hört sich für Hausbesitzer nicht schlecht an. Das Amt stellte aber auch fest, dass das Ergebnis zwischen 2011 und 2016 negativ war. In 2017 gab es noch einen geringen Preisrückgang. Wer kurz vor oder zu Beginn der Krise gekauft hat, dürfte einen hohen Wertverlust erlitten haben.
Diese Immobilienkrise sei insbesondere für Familien sehr hart gewesen, da diese fast ihr gesamtes Vermögen in die eigene Wohnung investiert haben. Immerhin, darauf wurde an dieser Stelle schon öfters darauf hingewiesen, hat sich aber die Zahl der Transaktionen stark erhöht. Die Frage am Ende des Artikels lautet: Wird sich das Jahr 2018 positiv auf die Hauspreise auswirken, wie es bei den Verkaufszahlen schon passiert ist? In einem Jahr wissen wir mehr, wird man anfügen können, sicherlich u. a. von der weiteren Zinsentwicklung und vom Ergebnis der Wahlen im März abhängig.

Frankreich
Pouvoir d’achat immobilier: Marseille au top, Bordaux fait flop
lefigaro.fr vom 30.1.2018
km. Der Artikel befasst sich mit der Kaufkraft bei Immobilien. Wie viele Quadratmeter Eigentum konnte sich eine Normalverdiener-Haushalt 2011 leisten, wie viel heute? In welchen Städten ist sie zurückgegangen, in welchen gestiegen? Im Vergleich zu 2011 schneidet beispielsweise Strasbourg gut ab: 2011 konnte sich ein Haushalt 40 m² leisten, heute 28 % mehr, nämlich 51 m². In Paris sind es, wen wundert es, nur 22 m², dagegen sind es in Marseille sogar 55 m².

Italien
Casa, nel 2017 prezzi di vendita in lieve calo
Corriere della Sera vom 18. Januar 2018
ps. Die Immobilienpreise sind im Jahr 2017 um durchschnittlich 0,5 % gefallen. Damit sei eine gewisse Stabilität erreicht – raggiunta stabilità. Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht des Osservatorio di Immobiliare. Mit Stand Dezember 2017 beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Italien – a nivello nazionale – 1.898 Euro. Allerdings gab es in den einzelnen Gemeinden und Gebieten unterschiedliche Entwicklungen. In der Hauptstadt Rom gaben die Preise um 2,9 % nach und in Neapel um 2,2 %. Dagegen stiegen die Preise in Mailand um immerhin 0,6 %.
Der Quadratmeter kostete in Rom und Mailand durchschnittlich circa 3.200 Euro und in Neapel circa 2.600 Euro. Für die genannten Metropolen wird von einer wachsenden Nachfrage ausgegangen.

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