MITGLIEDSCHAFT

  • Mitgliedschaftsantrag
    Sie erhalten aktuelle Information und anwaltliche Beratung für die Länder Frankreich, Italien und Spanien.
    Als Mitglied sind auch Sie auf der sicheren Seite!

Immobilienpreise und Marktberichte

Spanien
El precio de la vivienda calienta el temor a una nueva burbuja inmobiliaria
El País vom 14. April 2018
ps. Die Immobilienpreise sind in 2017 und Anfang 2018 vergleichsweise stark angestiegen. Deshalb lautet auch die Überschrift, dass die Wohnungspreise die Furcht vor einer neuen Immobilienblase – burbuja inmobiliaria – ansteigen lassen. Der starke Anstieg der Anzahl der Verkäufe und der Preise lassen erste Warnungen über Marktexzesse – excesos en el mercado – auftauchen. Auch die Mieten seien stark angestiegen. Zwar beträgt laut TINSA der Anstieg der Preise im Jahresvergleich landesweit nur 3,8 %; in Madrid (17 %), Barcelona (11 %) und Palma de Mallorca (14,7 %) sei aber der Anstieg zweistellig gewesen. Im Jahr 2017 habe es den größten Preisanstieg seit 2017 gegeben. Im Artikel werden auch andere Meinungen zitiert, wonach man von einer Immobilienblase weit entfernt sei und es keinen Grund für Preisrückgänge gebe – muy lejos de una burbuja y tampoco hay ninguna razón para que los precios bajen.
Es handle sich um die Gentrifizierung der Städte. Außerdem werden Experten zitiert, die im Hinblick auf Madrid und Barcelona zwischen den verschiedenen Stadtteilen differenzieren wollen. Es gebe eine Überhitzung in einigen Stadtteilen – sobrecalentamiento de algunas zonas muy concretas, wird ein Experte der Bewertungsgesellschaft
TINSA zitiert. Auch würden in diesen Großstädten Wohnungsgesellschaften hohe Volumina an Wohnungen zur Vermietung aufkaufen. Gute Chancen werden noch Sevilla und Valencia eingeräumt. Als Resümee kann man wohl die Feststellung nehmen, dass sich der Wohnungsmarkt mit zweierlei Geschwindigkeiten entwickelt – mercado residencial evoluciona a diferentes velocidades.

Frankreich
Ce printemps de l’immobilier va-t-il durer?
lavieimmo.com vom 11. April 2018
km. Dieser Frühlingsschwung, den der französische Markt gerade erlebt, wird er andauern? Diese Frage stellen sich Pascal Bonnefille, Geschäftsführer von „Immoweek“, Pierre Chevillard von pap.fr und Marie Coerderoy von BFM Business in der Sendung vom 11.4.2018. Trotz extrem niedriger Zinsen geht die Anzahl der Kreditanfragen zurück … und auch die Anzahl der Transaktionen? Exzellente Kreditbedingungen für Käufer und sogar weiteren Verhandlungsspielraum für Banken versprechen jedoch eine gute Basis für Immobilienkäufe. Der Mai 2018 werde
deshalb noch besser als 2017, wobei zu beachten sei, dass aufgrund des Wahljahres letztes Jahr die Käufer zunächst abgewartet haben. Insofern sei die Zahl von Mai 2017 auch vor diesem Hintergrund zu sehen.

Frankreich
Comment faire pour agrandir sa maison?
Lefigaro.fr vom 7. April 2018
km. Das Haus ist schön, aber vielleicht einen Tick zu klein? Statt umzuziehen, kann angebaut werden. Der Artikel befasst sich mit der finanziellen Seite des Ausbaus: man müsse etwa 1 500–2 000 Euro pro Quadratmeter an Kosten rechnen. Hinzu komme der Architekt (ca. 15 % der Baukosten), die Bodenprüfung (bis 2 500 Euro), ggf. einen Bauingenieur/Statiker (bis 3 500 Euro), die Bauschäden-Haftpflichtversicherung dommages-ouvrages (bis 4 % der Baukosten) und die Taxe d’aménagement. Auch nach Fertigstellung solle nicht vergessen werden, dass der katastermäßige Mietwert sich verändert hat und damit eine Mitteilung an das Finanzamt (Erhöhung der Wohnsteuer/Grundsteuer …) notwendig ist (Formular Cerfa Nr. 10517*02IL). Auch die multirisque-habitation-Versicherung muss ggf. ergänzt werden, sonst riskiert man, dass dieser Gebäudeteil nicht versichert ist. Finanzielle Unterstützung durch Kredite kann ggf. durch den prêt à taux zéro (PTZ) gewährt werden, durch Prämien der ANAH (L’Agence nationale de l’habitat) und den Kredit „agrandissement“, der in Höhe von 10 000 Euro von „Action logement“ für Angestellte gewährt wird.

Italien
Casa: Confedilizia,prezzi continuano a calare solo in Italia
ANSA vom 6. April 2018
ps. Diese Überschrift eines Artikels der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bezieht sich auf das Statistikamt, das feststellt, dass Italien das einzige Land sei, in dem die Immobilienpreise weiterhin fallen. Confedizilia – Confederazione italiana proprietà edilizia, ein italienischer Hauseigentümerverein, verlangt, dass deshalb am Immobilienmarkt interveniert wird, und hat dazu ein Manifest mit zehn Punkten – manifesto di 10 proposte per il rilancio del settore immobiliare – an das neue Parlament gerichtet. Millionen von Familien würden wegen der fallenden Preise verarmen – impoverendo i risparmi di milioni di famiglie, in vielen Fällen müssten Häuser verschleudert werden.
Anzumerken ist, dass es sich um eine sehr drastische Wortwahl handelt, die in mancher Hinsicht eine gewisse Berechtigung haben mag. Als generelle Einschätzung für den gesamten italienischen Immobilienmarkt wäre dies aber nicht gerechtfertigt. Vielleicht lassen sich aber Politiker mit solchen Formulierungen eher überreden, dem Immobiliensektor auf die Beine zu helfen.

Frankreich
Baromètre immobilier
www.barometre.immobilier.notaires.fr vom März 2018
km. Aktuell an der Spitze (nach Paris) steht Nizza mit 3 610 Euro/m² bei einer Altbauwohnung und 465 000 Euro Durchschnittspreis pro Altbauhaus. Bordeaux verzeichnet den gleichen Wert im Altbau und 298 200 Euro bei Häusern. Marseille ist an 10. Stelle bei den Wohnungen (2 300 Euro/m²) und an dritter bei den Häusern (310 000 Euro).

Spanien
El mercado inmobiliario se recupera, pero estamos lejos de los niveles de los años del boom
Immobilienportal Fotocasa.es vom 13. Februar 2018
ps. Das Fazit der Pressemitteilung lautet, dass sich der Immobilienmarkt erholt, aber man noch weit entfernt sei vom Niveau der Boom-Jahre. Zugenommen hat die Zahl der Käufe und Verkäufe um 14,6 %, der höchste Anstieg seit 2008, so die Feststellung des spanischen Statistikamtes.
Fotocasa führt die positive Entwicklung auf das Wirtschaftswachstum und die höhere Beschäftigung zurück. Die Preise seien übers Jahr 2017 um 5,1 % gestiegen, dies sei der höchste Anstieg seit 2007. Der Wohnungsmarkt entwickle sich langsam und moderat – „de forma lenta y moderada”, erklärt die für die Studie zuständige Fotocasa- Direktorin Beatriz. Sie weist darauf hin, dass die Erholung des Immobilienmarktes alle comunidades autónomas betreffe, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität, an der Spitze finden sich Castilla-La Mancha mit 24,7 %, die Comunidad de Madrid mit 18,9 % und die Comunitat Valenciana 18,1 % an der Spitze.

Spanien
Las dos velocidades del precio de la vivienda en España: 12 comunidades en las que sube y 5 en las que baja
businessinsider.es vom 13.2.2018
ps. Die schon im vorigen Artikel erwähnte Studie von Fotocasa wird dahingehend interpretiert, dass es bei den Immobilienpreisen zwei Geschwindigkeiten gibt, wobei es in 12 Comunidades Autónomas steigende und in fünf CC.AA fallende Preise gibt. Zu den letzteren gehören Cantabria, Navarra, Galicia, Asturias und die Extremadura. Auf den Balearen habe es einen Preisanstieg von 16,8 % gegeben.

Spanien
El precio de la vivienda subió un 3,6% en enero
El País vom 6. Februar 2018
ps. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2017 sind die Preise spanienweit im Schnitt – subida media a nivel nacional – um 3,6 % angestiegen, wird in diesem Artikel mit Bezug auf die Bewertungsgesellschaft TINSA festgestellt. Schaut man genauer hin, gibt es bei den Teilbereichen „capitales y grandes ciudades“ einen Anstieg von 5,1 % und bei den „islas Baleares y Canarias“ von 4,1 %, In den „áreas metropolitanas“ um 3,2 %, an der „costa mediterránea“ um 3 %, in den „localidades más pequeñas“, also auf dem Dorf, um 0,9 %. Seit dem Tiefststand in der Immobilienkrise seien die Preise im Durchschnitt um 7,6 % angestiegen.
Damit seien die Preise 38,3 % unter dem Preismaximum im Jahr 2018.
Im Hinblick auf die historischen Höchstpreise an der Mittelmeerküste sei festzustellen, dass sich dieser Markt nur langsam erhole – la evolución en el mercado residencial sigue siendo lenta – und die Preise um 47 % tiefer liegen. Am besten hätten sich die Balearen und Kanaren gehalten – las regiones que mejor se han mantenido en la crisis – mit einem Rückgang von 24,1 % in den letzten zehn Jahren.

Italien
“Istat, il valore delle case è salito del 76% dal 2001 a oggi”: http://www.ilsole24ore.com/art/casa/2018-02-01/istat-valore-case-sale-76percento-2001-oggi-124217.shtml?uuid=AEYBGksD
Ilsole24ore vom 1. Februar 2018
ps. Das italienische Statistikamt wird mit der Feststellung zitiert, dass der Wert der Häuser seit 2001 um 76 % gestiegen ist. Das hört sich für Hausbesitzer nicht schlecht an. Das Amt stellte aber auch fest, dass das Ergebnis zwischen 2011 und 2016 negativ war. In 2017 gab es noch einen geringen Preisrückgang. Wer kurz vor oder zu Beginn der Krise gekauft hat, dürfte einen hohen Wertverlust erlitten haben.
Diese Immobilienkrise sei insbesondere für Familien sehr hart gewesen, da diese fast ihr gesamtes Vermögen in die eigene Wohnung investiert haben. Immerhin, darauf wurde an dieser Stelle schon öfters darauf hingewiesen, hat sich aber die Zahl der Transaktionen stark erhöht. Die Frage am Ende des Artikels lautet: Wird sich das Jahr 2018 positiv auf die Hauspreise auswirken, wie es bei den Verkaufszahlen schon passiert ist? In einem Jahr wissen wir mehr, wird man anfügen können, sicherlich u. a. von der weiteren Zinsentwicklung und vom Ergebnis der Wahlen im März abhängig.

Frankreich
Pouvoir d’achat immobilier: Marseille au top, Bordaux fait flop
lefigaro.fr vom 30.1.2018
km. Der Artikel befasst sich mit der Kaufkraft bei Immobilien. Wie viele Quadratmeter Eigentum konnte sich eine Normalverdiener-Haushalt 2011 leisten, wie viel heute? In welchen Städten ist sie zurückgegangen, in welchen gestiegen? Im Vergleich zu 2011 schneidet beispielsweise Strasbourg gut ab: 2011 konnte sich ein Haushalt 40 m² leisten, heute 28 % mehr, nämlich 51 m². In Paris sind es, wen wundert es, nur 22 m², dagegen sind es in Marseille sogar 55 m².

Italien
Casa, nel 2017 prezzi di vendita in lieve calo
Corriere della Sera vom 18. Januar 2018
ps. Die Immobilienpreise sind im Jahr 2017 um durchschnittlich 0,5 % gefallen. Damit sei eine gewisse Stabilität erreicht – raggiunta stabilità. Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht des Osservatorio di Immobiliare. Mit Stand Dezember 2017 beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Italien – a nivello nazionale – 1.898 Euro. Allerdings gab es in den einzelnen Gemeinden und Gebieten unterschiedliche Entwicklungen. In der Hauptstadt Rom gaben die Preise um 2,9 % nach und in Neapel um 2,2 %. Dagegen stiegen die Preise in Mailand um immerhin 0,6 %.
Der Quadratmeter kostete in Rom und Mailand durchschnittlich circa 3.200 Euro und in Neapel circa 2.600 Euro. Für die genannten Metropolen wird von einer wachsenden Nachfrage ausgegangen.

« zurück zu " I"« zurück zum Online-Lexikon