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Immobilienpreise und Marktberichte

Frankreich
Le temps se couvre sur l’investissement immobilier
Lemonde.fr vom 5.2.2020
km. Die extrem niedrigen Zinsen hätten den Immobilienmarkt „gedopt“, führen aber nun zu einem Rentabilisierungsrisiko. Zwar sei auch der durchschnittliche Immobilienpreis mit 2 700 Euro wiederum höher als der vom Vorjahr (Anstieg um 3,1 %), aber so eine statistische Durchschnittszahl verschleiere die großen regionalen Unterschiede. „Gewonnen“ hätten Städte wie Nantes (Anstieg um 7,3 %), Paris (+5,7 %), Lyon (+5,7 %), Toulouse (+4,4 %) und Rennes (+3,5 %). Mau sehe es dagegen in Lille, Marseille und Strasbourg aus (nur +1 %). Auch die Mieten hätten sich nicht parallel zum Preisanstieg entwickelt.

Frankreich
Le recul de la construction de logements neufs en 2019 n’est pas une surprise
Lavieimmo.com vom 28.1.2020
km. Die Neubauten sind im Jahr 2019 insgesamt zurückgegangen, was nicht überrasche. Die Zahl der Baugenehmigungen habe um 2,3 % abgenommen, ebenso wie in 2018, wobei da der Rückgang noch stärker gewesen sei. Der Präsident der Fédération française du bâtiment zeigt sich nicht beunruhigt, man müsse abwarten, was das Jahr 2020 bringe. Mehr wurde dagegen in die Renovierung investiert, hier seien die Zahlen nach oben gegangen.

Italien
Investire nel mattone: ecco le opportunità per tutte le tasche:https
Il sole724ore vom 28. Januar 2020
ps. Die Artikelüberschrift ist schon vollmundig: „In Ziegel investieren: Hier sind die Möglichkeiten für alle Budgets“. Der Artikel kommt zu dem Ergebnis, dass nicht nur der Eigenheimkauf lohne, sondern auch der Kauf als Kapitalanlage.
Das niedrige Zinsniveau, das größere Vertrauen in Immobilien, und die Chancen, die sich seit Beginn der Krise auf dem Wohnungsmarkt ergeben, sind die genannten Aspekte für diese optimistische Betrachtungsweise. Es gebe verschiedene Möglichkeiten für 250.000, 500.000 und eine Million Euro-Portfolios, die in diesem Artikel für einige größere Städte tabellenartig dargestellt werden.
Laut einer von Scenari Immobiliari ausgearbeiteten Analyse bestehe bei einem Portfolio von 250.000 Euro die Chance beispielsweise in Mailand in der Via Cosenz eine Wohnung zu finden, noch einfacher eine Wohnung in der Via Lazzaro Palazzi auf der Piazza Oberdam. Mit einer Million Euro könne man auf größere Häuser in zentralen Gegenden wie Buonarroti, Corso Garibaldi, Porta Volta zugreifen.
Der Boom bei den Kurzmieten gehe jedoch schon zurück. 2020 sei das Jahr, in dem die Preise wieder stabiler werden sollten. Nomisma habe zum ersten Mal seit zehn Jahren eine positive Veränderung der Immobilienpreise in den wichtigsten italienischen Städten festgestellt.
Man wird aber anmerken müssen, dass die Preise nur sehr gering steigen dürften, da es insbesondere die niedrigen Zinsen ja schon lange gibt.

Spanien
La venta de viviendas en España enfila su primera caída desde 2013
El País online vom 20. Januar 2020
ps. Der Kauf von Wohnungen in Spanien nähert sich dem ersten Rückgang seit 2013, ist die sicherlich bedauerlich gemeinte Überschrift des Artikels. Dies kommt aber nicht völlig überraschend, schon seit einigen Quartalen gibt es Anzeichen für die Ermüdung des spanischen Wohnungsmarktes. In der Vergangenheit hatte man sich über steigende Verkaufszahlen gefreut, unabhängig von den erzielbaren Kaufpreisen. Nun scheinen sowohl steigende Verkaufszahlen als auch Preissteigerungen, wenn auch mit Ausnahmen, der Vergangenheit anzugehören.
Laut den zitierten Angaben des Spanischen Statistikamtes INE gab es bei den Verkäufen von Oktober auf November einen Rückgang von knapp zehn Prozent. Zwar fehlen noch die Dezemberzahlen. Aber man geht aufs Jahr gesehen schon jetzt vom ersten Rückgang seit 2013 aus.
Die Autonome Gemeinschaft Madrid verzeichnete im vergangenen November mit -21,2 % nach La Rioja (-25,5 %) den zweitgrößten Umsatzrückgang. Der Rückgang auf den Kanarischen Inseln betrug 21 % und in Katalonien 14,2 %.

Frankreich
Marché immobilier: tendance et évolution des prix de l’immobilier
Notaires.fr vom 14.1.2020
km. Auf der offiziellen Notar-Internetseite heißt es über das letzte Jahr, dass es tatsächlich das „Millionen-Jahr“ war – über eine Million Transaktionen seien beurkundet worden. Zum Vergleich: Von 2000 bis zur Finanzkrise 2007/2008 waren es jährlich immer etwa 800 000. 2009 im Dezember wurde das schwächste Jahr verzeichnet mit 564 000 Verkäufen. Dann ging die Transaktionskurve bis Februar 2012 zügig und nach einem kleinen Einbruch 2012/2013 stetig steil nach oben. Insbesondere in den Metropolen und im Gebiet Grand Ouest (Bretagne bis Pays de la Loire) wechselten 2019 viele Immobilien den Eigentümer. Offen bleibt, wie das Jahr 2020 weitergeht. Die Notare berichten von einem Rückgang der Verträge im Dezember 2019, was möglicherweise eine Folge der „mouvement sociaux“ sei – die Gesellschaft sei in Bewegung, die Streiks, der Unmut über die Rentenreform etc.

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