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Pandemieplan

Auswärtiges Amt kann die medizinische Vorsorgeplanung im Ausland nicht abnehmen

Schweinegrippe, Vogelgrippe… Die weltweite Verbreitung wird zu einem immer größeren Problem. Das Auswärtige Amt hat in Frage- und Antwort-Form allgemeine Informationen und einen Pandemieplan Ausland erarbeitet. Es stellt aber auch fest: ?Privatpersonen im Ausland sollten frühzeitig vorsorgen, soweit möglich und sinnvoll: Sie sollten je nach individueller Lageeinschätzung eigene Strategien zur Vorsorge durchdenken bis hin zur frühzeitigen Selbstversorgung mit notwendigen Materialien und Medikamenten vor Ort? Das Auswärtige Amt kann den Deutschen im Ausland die medizinische Vorsorgeplanung in diesem Bereich nicht abnehmen?.

Was versteht man unter der Influenza A/H1N1 (“Schweinegrippe”), und was ist die Influenza-Pandemie?
Die pandemische Influenza, also die weltweite Verbreitung eines neuen Grippevirus, könnte aus der Influenza A/H1N1 (“Schweinegrippe”) entstehen, das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine Influenza-Pandemie kann sich aber auch aus anderen Grippeviren (z.B. ?Vogelgrippevirus?) entwickeln.

Was versteht man unter der “Vogelgrippe”?
Die aviäre Influenza, ein H5N1-Grippevirus, infiziert Vögel (Haus- und Wildvögel). Nur unter besonderen Bedingungen ist eine Übertragung auf Menschen möglich (enger Kontakt zu Vögeln). Das Potential einer globalen Übertragung hat dieses Virus (noch) nicht.

Droht die Gefahr, dass sich viele Menschen anstecken?
Die WHO geht davon aus, dass das neue Influenzavirus das Potential hat, sich global auszubreiten. Dies hat sich auch bestätigt, zahlreiche nachgewiesene Infektionen durch dieses neue Virus außerhalb Mexikos sind aufgetreten. Eine Pandemie ist ein länderübergreifender, weltweiter Ausbruch einer Erkrankung. Im Gegensatz zur Epidemie ist sie weder örtlich noch zeitlich begrenzt. Das neue Influenzavirus breitet sich schnell aus, es ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Außerhalb Mexikos sind schwere klinische Erkrankungen bisher selten aufgetreten. Die Gefahr durch das neue Influenzavirus läßt sich noch nicht abschließend beurteilen, die Ausbreitung dieser neuen Virusinfektion bereitet Experten jedoch Sorge.

Welche Vorsorge für den Fall einer Pandemie ist möglich?
Grundsätzlich sind die Vorsorgemöglichkeiten gegen eine Influenza-Pandemie wegen der leichten Übertragbarkeit, der Neuartigkeit des Erregers sowie ggf. eingeschränkter medizinischer Infrastrukturen im Ausland erschwert. Je nach Agressivität des Virus ist zudem in Pandemiezeiten die Rückführung in die Heimat evtl. nicht möglich. Sie kann durch Reisebeschränkungen in der Heimat oder im Ausland behindert sein. Alle deutschen und europäischen Betriebe, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und ihre Familien im Ausland beschäftigen, ebenso wie Privatpersonen im Ausland sollten aber trotzdem frühzeitig vorsorgen, soweit möglich und sinnvoll: Sie sollten je nach individueller Lageeinschätzung eigene Strategien zur Vorsorge durchdenken bis hin zur frühzeitigen Selbstversorgung mit notwendigen Materialien und Medikamenten vor Ort.
Bei der Vorsorge und Behandlung einer Grippe-Pandemie gibt es keine sicheren oder “perfekten” Lösungen. Die durch das neue Influenzavirus ausgelösten Erkrankungen sind mit den zur Verfügung stehenden, modernen Grippemedikamenten wahrscheinlich gut zu behandeln. Individuelle Vorsorge ist möglich und wichtig.

Was tut das Auswärtige Amt?
Das Auswärtige Amt kann den Deutschen im Ausland die medizinische Vorsorgeplanung in diesem Bereich nicht abnehmen. Das Auswärtige Amt kann auch für eine mögliche Pandemie keine “Reserven” für Bundesbürger weltweit in den Auslandsvertretungen zur Verfügung halten. Mit der Veröffentlichung des Pandemieplans Ausland im Internet will aber das Auswärtige Amt Informationen als Hilfestellung für die Auswahl bzw. die Anschaffung von Medikamenten und Schutzmaterial anbieten. Neben umfangreichen Fachinformationen enthält der Pandemieplan auch ein Beispiel einer Bedarfsberechnung für die Beschaffung von Medikamenten und Schutzmaterial.
6.7.2009

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