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Bargeld und andere Zahlungsmittel

Daß Immobilien in südlichen Ländern teilweise mit Bargeld bezahlt werden, ist nicht ungewöhnlich, insbesondere dann nicht, wenn im Notarvertrag nicht der tatsächliche sondern ein niedrigerer Kaufpreis angegeben wird. Und es ist auch nicht verboten, mit Bargeld aus- und einzureisen, wenn es auch je nach Land unterschiedliche Meldepflichten bei der Ein- und Ausreise gibt. Doch gibt es natürlich ein gewisses Sicherheitsrisiko, wenn größere Bargeldbeträge längere Zeit herumgetragen werden. Dieses lässt sich reduzieren, wenn das Geld zu einer nahegelegenen Bank getragen, dort einbezahlt und eventuell weiterüberwiesen wird. Bei größeren Beträgen sollte man sich vorneweg über die Kosten informieren bzw. mit der Bank einen festen Betrag ausmachen, so daß die Kosten für die Einzahlung und Überweisung nicht zum nachträglichen Ärgernis werden können.
Wie häufig Bargeld im Zusammenhang mit Auslandsimmobilien verwendet wird, sei dahingestellt. Wer Bargeld mit sich herumträgt und ins Ausland transferiert oder vom Ausland nach Deutschland einführt, sollte jedenfalls die deutschen und die ausländischen Vorschriften beachten. Und es macht auch einen Unterschied aus, ob man in die EU ein- oder ausreist oder sich innerhalb der EU über Landesgrenzen hinweg bewegt.

Bargeldtransfer: anzumelden ab 10.000 Euro

Diese Meldepflicht hat mit Immobilien nichts direkt zu tun. Aber hin und wieder nehmen Immobilienkäufer und -besitzer höhere Bargeldbeträge mit ins Ausland oder kommen mit Bargeld nach Hause. Dem Bargeld gleichgestellt sind Münzen, übertragbare Inhaberpapiere wie zum Beispiel Schecks. Bei einer Reise aus Deutschland in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (z.B. nach Frankreich) oder aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (z.B. Frankreich) nach Deutschland sind mitgeführtes Bargeld und gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr auf mündliche Aufforderung hin anzuzeigen. Dies gilt entsprechend beim Transport durch Deutschland.
Zahlungsmittel sind Bargeld und andere Wertgegenstände, beispielsweise wie Schecks, Edelsteine und Edelmetalle. Darüber hinaus hat der Reisende darzulegen, woher das mitgeführte Geld stammt, wer darüber verfügen darf und wozu es verwendet werden soll. Für die Übermittlung der durch die Kontrolle gewonnenen Daten an die Finanzverwaltungen genügt es, wenn die Kenntnis der Daten für ein Besteuerungs-, Steuerstraf- oder Steuerordnungswidrigkeitenverfahren “von Bedeutung sein kann”. Kommt ein Reisender seiner Anmeldepflicht nicht nach, so liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer unter Umständen empfindlichen Geldbuße geahndet werden kann. Und da die Daten weitergeleitet werden, wird auch das Finanzamt Ansprüche stellen, wenn es sich um Schwarzgeld handelt.

Ausreise aus der EU oder Einreise in die EU

Reisende haben bei der Einreise in die EU und bei der Ausreise aus der EU mitgeführte Barmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr bei der für den Grenzübertritt zuständigen Zollstelle anzumelden, also auch ohne mündliche Aufforderung, insofern also ein gewichtiger Unterschied zu Reisen innerhalb der EU.

Andere Länder, andere Vorschriften

Und nicht zu vergessen: bei der Einfuhr der Gelder in andere Länder oder Ausfuhr aus einem anderen Land kann es dort ebenfalls zu erfüllende Meldepflichten geben, auch ohne daß man zuvor vom Kontrollbeamten gefragt worden sein muß. Man sollte sich vorher erkundigen. Und in manchen Ländern gibt es noch zusätzliche Vorschriften bzw. Beschränkungen bei der Devisenein- und ausfuhr. Und schlussendlich gilt es zu beachten, daß eventuell auch ein Bargeldtransfer innerhalb des Landes ab einer bestimmten Höhe gemeldet werden muß.

Internet: www.zoll.de

Echtheit mit etwas Aufmerksamkeit zuverlässig feststellbar?

In die Euro-Banknoten wurde eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen eingearbeitet, so dass die Echtheit der Banknoten mit etwas Aufmerksamkeit zuverlässig festgestellt werden könne. Dies meint zumindest die Deutsche Bundesbank. Die Bundesbank empfiehlt:
1. Fühlen
Fühlen Sie die erhabene Oberfläche – besondere Drucktechniken verleihen den Banknoten ihre einzigartige Struktur. Die Abkürzung der Europäischen Zentralbank, die Wertzahlen und die Abbildungen der Fenster bzw. Tore heben sich von der Oberfläche ab. Bitte beachten Sie, dass durch Alter und Abnutzung einige dieser Eigenschaften teilweise verloren gehen können.
2. Sehen
Sehen Sie die Banknote im Gegenlicht an: Das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und das Durchsichtsregister werden sichtbar. Alle drei Merkmale sind sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite echter Banknoten zu erkennen.
3. Kippen
Kippen Sie die Banknote: Als Hologramm erscheint auf der Vorderseite der Banknoten das Euro-Symbol und die Wertbezeichnung im Folienstreifen (bei den niedrigen Stückelungen) bzw. das Architekturmotiv und die Wertbezeichnung im Folienelement (bei den hohen Stückelungen). Auf der Rückseite wird beim Kippen der Banknote der Glanzeffekt des aufgebrachten Iriodinstreifens sichtbar (bei den niedrigen Stückelungen) bzw. die optisch variable Farbe (bei den hohen Stückelungen).
4. Prüfen
Prüfen Sie alle Sicherheitsmerkmale, um sich von der Echtheit der Banknote zu überzeugen.

Wer keine Probleme hat, Falschgeld von echtem Geld zu unterscheiden, mag höhere Bargeldsummen akzeptieren. Oder der Käufer ist als vertrauenswürdig bekannt, dann mögen höhere Bargeldbeträge akzeptabel sein. Ansonsten ist ein gewisses Risiko unverkennbar.

Betrügereien von angeblichen Kaufinteressenten

Ein paar Beispiele, man spricht auch von sogenannten rip-deals, hatten wir auch bei der DSA von Mitgliedern geschildert bekommen, die verkaufen wollten. Es beginnt damit, daß jemand anruft und mitteilt, er vertrete jemanden, der die angebotene Immobilie kaufen will. Das ist ja an sich erfreulich, und wer würde da nicht gleich einen Besichtigungstermin anbieten wollen. Doch, welch ein Wunder, der Kaufinteressent will die Immobilie gar nicht besichtigen. Dies ist typisch für solche betrügerischen Angebote, weshalb die Angelegenheit auch gleich gar nicht weiterverfolgt sondern die nächstgelegene Polizeidienststelle informiert werden sollte.
Doch sind diese angeblichen Kaufinteressenten bereit, den geforderten Kaufpreis sofort zu akzeptieren oder sogar den Kaufpreis aufzustocken. Und da kommt bei manchem Verkäufer vielleicht doch der Wunsch hoch, zu prüfen, ob es vielleicht nicht doch mit dem Verkauf klappt. Spätestens dann aber, wenn es heißt, der Verkäufer möge nach Mailand oder Rom kommen und 25.000 Euro als Vorkasse für die erfolgreiche Vermittlung mitbringen, wird man dies als offensichtlichen Betrugsversuch einordnen müssen. Oder es wird ein bankgarantierter Scheck versprochen mit einem aufgerundeten Betrag und der Verkäufer gebeten, er möge doch den Differenzbetrag in bar mitbringen, auch da besteht natürlich höchste Betrugsgefahr, weil es diesen Scheck entweder gleich gar nicht gibt, oder dieser nicht gedeckt ist oder das mitgebrachte Geld durch eine Unachtsamkeit oder ähnliches in die Hände
der Betrüger gerät. Der Erfindungsreichtum dieser Leute sollte nicht unterschätzt werden, es empfiehlt sich auch nicht, neugierdehalber mal nach Mailand oder Rom zu reisen.
8.12.2008ps

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